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Fadenalgen und grünes Wasser
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Beitrag
<blockquote data-quote="Mikrobiologie" data-source="post: 448337" data-attributes="member: 7611"><p>Hallo Bernd,</p><p></p><p></p><p>wenn das Filtersystem in Relation zur Besatzdichte/Futtermenge nicht ausreichend dimensioniert ist (oder falsch konzipiert) werden die ungelösten Nährstoffe nicht effektiv aus dem Wasser entfernt. Dies gilt besonders für organisch gebundenes Phosphat im Fischmehl, dass dann durch die Mikrobiologie mit der Zeit in lösliche Form umgesetzt wird. 100 g Phosphat reichen potentiell für das Wachstum von 100 kg Algen, mindestens.</p><p>Michael und Dirk haben den Punkt mit der UVC bereits angesprochen. Durch die "Zerstörung" der Schwebalgen wird ein wichtiger Nahrungskonkurrent der Fadenalgen ausgeschaltet. Ist eine effektive, sprich starke UVC, im Einsatz werden auch die Bakterien zumindest inaktiviert. Sie haben den ersten Zugriff auf die Nährstoffe im Teichwasser und nehmen daher den Fadenalgen Phosphat und Eisen weg. Ein Grund, warum man mit der Zugabe der richtigen Mikrobenlösung Algenwuchs zumindest stark begrenzen kann.</p><p>Der dritte Gesichtspunkt ist die Trübung des Wassers durch Schwebalgen bzw. Färbung im Wasser. Der reduzierte Lichteinfall dadurch behindert ebenfalls das Wachstum der Schwebalgen, auch wenn der Effekt nicht so sehr ins Gewicht fällt. Allerdings ist bei Einsatz von Ozon dieser Effekt besonders ausgeprägt reduziert, daher auch die weit verbreiteten Probleme bei Einsatz von Ozon mit Fadenalgen in diesen Teichen.</p><p>Aus meiner Sicht haben die Dimension (und der Aufbau und Wartung) der Filteranlage und die Stärke der UVC sehr wohl was mit dem Wachstum von Fadenalgen zu tun, wenn auch eher indirekt. </p><p>Solche indirekte Auswirkungen von einzelnen Komponenten oder Parametern werden von den Koihaltern gerne übersehen oder vernachlässigt. Für mich ein Grund, warum es zu "unerklärlichen Effekten" in Teichen oder bei den Koi kommt.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Mikrobiologie, post: 448337, member: 7611"] Hallo Bernd, wenn das Filtersystem in Relation zur Besatzdichte/Futtermenge nicht ausreichend dimensioniert ist (oder falsch konzipiert) werden die ungelösten Nährstoffe nicht effektiv aus dem Wasser entfernt. Dies gilt besonders für organisch gebundenes Phosphat im Fischmehl, dass dann durch die Mikrobiologie mit der Zeit in lösliche Form umgesetzt wird. 100 g Phosphat reichen potentiell für das Wachstum von 100 kg Algen, mindestens. Michael und Dirk haben den Punkt mit der UVC bereits angesprochen. Durch die "Zerstörung" der Schwebalgen wird ein wichtiger Nahrungskonkurrent der Fadenalgen ausgeschaltet. Ist eine effektive, sprich starke UVC, im Einsatz werden auch die Bakterien zumindest inaktiviert. Sie haben den ersten Zugriff auf die Nährstoffe im Teichwasser und nehmen daher den Fadenalgen Phosphat und Eisen weg. Ein Grund, warum man mit der Zugabe der richtigen Mikrobenlösung Algenwuchs zumindest stark begrenzen kann. Der dritte Gesichtspunkt ist die Trübung des Wassers durch Schwebalgen bzw. Färbung im Wasser. Der reduzierte Lichteinfall dadurch behindert ebenfalls das Wachstum der Schwebalgen, auch wenn der Effekt nicht so sehr ins Gewicht fällt. Allerdings ist bei Einsatz von Ozon dieser Effekt besonders ausgeprägt reduziert, daher auch die weit verbreiteten Probleme bei Einsatz von Ozon mit Fadenalgen in diesen Teichen. Aus meiner Sicht haben die Dimension (und der Aufbau und Wartung) der Filteranlage und die Stärke der UVC sehr wohl was mit dem Wachstum von Fadenalgen zu tun, wenn auch eher indirekt. Solche indirekte Auswirkungen von einzelnen Komponenten oder Parametern werden von den Koihaltern gerne übersehen oder vernachlässigt. Für mich ein Grund, warum es zu "unerklärlichen Effekten" in Teichen oder bei den Koi kommt. [/QUOTE]
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