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Keimzahlen im Koiteich
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<blockquote data-quote="Gelöschtes Mitglied 9419" data-source="post: 423226"><p>Hallo zusammen</p><p></p><p>Der Frühling steht nun endlich vor dem Teich und unsere Fische werden zunehmend aktiver. Das macht Freude und auch bei einigen Nachbarn wird so etwas wie Neugier erweckt. Schüchtern stehen diese zum Teil am Gartenzaun und warten auf Einlass. So geschehen gestern. Wir standen am Teich wo uns meine fröhlichen und sympathischen Koi "beguckten" und wir sie. Nachbar: "Einfach schön nicht? Ich: Ja gefällt mir auch sehr gut. Nachbar: Hat aber schön Algen angesetzt! Ich: Ja das ist normal und absolut in Ordnung. Nachbar: Was ist denn das für brauner Bodensatz den die Fische aufwirbeln? Ich: Das sind Ablagerungen die es über den Winter gab. Nachbar: Werden diese Fische im Dreckwasser nicht krank? Ich: Was meinst du mit Dreckwasser? Nachbar: Ja, diese Algen und dieses trübe Zeugs welches von den Fischen bearbeitet wird? Ich: Aktuell habe ich eine Zahl der aeroben mesophilen Keime von 380 KBE/ml. Nachbar: Aha, interessant………………….. du, der Orangene mit den schwarzen Schuppen hat aber schön an Grösse zugelegt! Ich: Der hat glaube ich die 60cm geknackt. Nachbar: ……………..Was meintest du genau mit dieser komischen Zahl vorhin? Ich: Diese Bakterienzahl gibt dir an wie stark etwas verschmutzt ist. Je weniger solche Keime vorhanden sind, desto sauberer ist das Wasser." Der Nachbar blieb noch eine Weile und ich berichtete ihm von meinen Analysen. Dass die durchschnittliche Keimbelastung eines Naturgewässers nach meinen Resultaten ca. 500 KBE/ml GKZ ergaben und bei den Koiteichen eine Belastung derselben Keime eine Zahl gegen bis 20'000 KBE/ml wohl als "normal" zu bezeichnen ist. Zu seinem besseren Verständnis, gegenüber diesen Bakterienzahlen, machte ich mit ihm einen Abstecher in die Hygienverordnung meines Landes. Eine wirklich interessante Sache um die Höhe dieser Keimzahlen besser einordnen zu können. Es geht da natürlich nicht um die Gesundheit von Koifischen, sondern um Toleranz- und Grenzwerte von Bakterien bei Lebensmitteln. Da geht es um krankmachende- oder eben auch um die aeroben mesophilen Keime (GKZ) die die Sauberkeit unseres Teichwassers bewerten. In der Verordnung ist das Trinkwasser zu finden mit einem Toleranzwert der GKZ von 100 KBE/ml, genussfertige Getränke aus Automaten mit einem Wert von 100'000 KBE/g, Patisseriewaren mit 1'000'000 KBE/g oder auch Schlagrahm mit einem Toleranzwert von 10'000'000 KBE/g. Natürlich können nun in den Zahlen der GKZ krankmachende Keime enthalten sein, die jedoch separat erfasst werden und die Toleranz auch sehr viel tiefer festgelegt ist. Es ist aber beachtlich wie hoch eine bestimmte Keimzahl toleriert wird und erst mit der Überschreitung eines noch höheren Grenzwertes, als gesundheitsgefährdend gilt. Der Blick in eine solche Hygieneverordnung ist zu empfehlen, weil er gerade auch die Zahlen im Koiteich relativiert und die Belastungsgrenzen von unerwünschten oder krankmachenden Bakterien bei Lebensmitteln sichtbar werden. Auch kann man mit solchen Informationen, kritische, wiederholende und manchmal auch nervende Fragen aus der Nachbarschaft im Keim ersticken und sich wieder dem ruhigen und erholsamen Teichfeeling hingeben.</p><p></p><p>Gruss Dany <img src="https://cdn.jsdelivr.net/joypixels/assets/8.0/png/unicode/64/1f642.png" class="smilie smilie--emoji" loading="lazy" width="64" height="64" alt=":)" title="Smile :)" data-smilie="1"data-shortname=":)" /></p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Gelöschtes Mitglied 9419, post: 423226"] Hallo zusammen Der Frühling steht nun endlich vor dem Teich und unsere Fische werden zunehmend aktiver. Das macht Freude und auch bei einigen Nachbarn wird so etwas wie Neugier erweckt. Schüchtern stehen diese zum Teil am Gartenzaun und warten auf Einlass. So geschehen gestern. Wir standen am Teich wo uns meine fröhlichen und sympathischen Koi "beguckten" und wir sie. Nachbar: "Einfach schön nicht? Ich: Ja gefällt mir auch sehr gut. Nachbar: Hat aber schön Algen angesetzt! Ich: Ja das ist normal und absolut in Ordnung. Nachbar: Was ist denn das für brauner Bodensatz den die Fische aufwirbeln? Ich: Das sind Ablagerungen die es über den Winter gab. Nachbar: Werden diese Fische im Dreckwasser nicht krank? Ich: Was meinst du mit Dreckwasser? Nachbar: Ja, diese Algen und dieses trübe Zeugs welches von den Fischen bearbeitet wird? Ich: Aktuell habe ich eine Zahl der aeroben mesophilen Keime von 380 KBE/ml. Nachbar: Aha, interessant………………….. du, der Orangene mit den schwarzen Schuppen hat aber schön an Grösse zugelegt! Ich: Der hat glaube ich die 60cm geknackt. Nachbar: ……………..Was meintest du genau mit dieser komischen Zahl vorhin? Ich: Diese Bakterienzahl gibt dir an wie stark etwas verschmutzt ist. Je weniger solche Keime vorhanden sind, desto sauberer ist das Wasser." Der Nachbar blieb noch eine Weile und ich berichtete ihm von meinen Analysen. Dass die durchschnittliche Keimbelastung eines Naturgewässers nach meinen Resultaten ca. 500 KBE/ml GKZ ergaben und bei den Koiteichen eine Belastung derselben Keime eine Zahl gegen bis 20'000 KBE/ml wohl als "normal" zu bezeichnen ist. Zu seinem besseren Verständnis, gegenüber diesen Bakterienzahlen, machte ich mit ihm einen Abstecher in die Hygienverordnung meines Landes. Eine wirklich interessante Sache um die Höhe dieser Keimzahlen besser einordnen zu können. Es geht da natürlich nicht um die Gesundheit von Koifischen, sondern um Toleranz- und Grenzwerte von Bakterien bei Lebensmitteln. Da geht es um krankmachende- oder eben auch um die aeroben mesophilen Keime (GKZ) die die Sauberkeit unseres Teichwassers bewerten. In der Verordnung ist das Trinkwasser zu finden mit einem Toleranzwert der GKZ von 100 KBE/ml, genussfertige Getränke aus Automaten mit einem Wert von 100'000 KBE/g, Patisseriewaren mit 1'000'000 KBE/g oder auch Schlagrahm mit einem Toleranzwert von 10'000'000 KBE/g. Natürlich können nun in den Zahlen der GKZ krankmachende Keime enthalten sein, die jedoch separat erfasst werden und die Toleranz auch sehr viel tiefer festgelegt ist. Es ist aber beachtlich wie hoch eine bestimmte Keimzahl toleriert wird und erst mit der Überschreitung eines noch höheren Grenzwertes, als gesundheitsgefährdend gilt. Der Blick in eine solche Hygieneverordnung ist zu empfehlen, weil er gerade auch die Zahlen im Koiteich relativiert und die Belastungsgrenzen von unerwünschten oder krankmachenden Bakterien bei Lebensmitteln sichtbar werden. Auch kann man mit solchen Informationen, kritische, wiederholende und manchmal auch nervende Fragen aus der Nachbarschaft im Keim ersticken und sich wieder dem ruhigen und erholsamen Teichfeeling hingeben. Gruss Dany :) [/QUOTE]
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