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Haltung & Verhalten
Keimzahlen im Koiteich
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Beitrag
<blockquote data-quote="Gelöschtes Mitglied 9419" data-source="post: 474785"><p>Hallo zusammen</p><p></p><p>„Über hochsommerliche Temperaturen freuen sich nicht nur Koi: Die Vermehrung von Bakterien läuft auf Hochtouren.“ Dieser Satz ist auf der Internetseite einer Fischspezialistin zu lesen und ich finde sie hat Recht. Auf derselben Homepage findet man auch die Aussage: „UV-Brenner, die nicht nur gegen Algen sondern auch zur Keimdruckminderung eingesetzt werden, sollten auf alle Fälle durchlaufen, denn Bakterien entstehen natürlich auch im Winter.“ Dank der Erfassung der Gesamtkeimzahl in meinem Teich weiss ich, dass sich der Wert im Winter bei mir bei wenigen Hundert Kolonien im Milliliter bewegt. Aus einem weiteren Beitrag der Spezialistin las ich: „In einem gut laufenden System liegen die Gesamtkeimzahlen zwischen 500 und 30 000 Keimen pro Milliliter (sie meint sicher KBE/ml), das ist schon ganz schön viel, aber noch unbedenklich.“ Ich will hier nicht falsch verstanden werden und ich zweifle in keiner Weise an der Kompetenz dieser Frau aber wieso sollte die UV-Lampe über den Winter brennen? Gut, für eine Innenhälterung oder einen sehr stark beheizten Teich sehe ich den Sinn schon aber für die Kaltüberwinterung im Teich nicht. Ich fragte mich, ob sich über den Winter die GKZ in jedem nicht beheizten Teich oder Gewässer unter 1‘000 KBE/ml hält. Auch interessierte es mich wie hoch die Anteile einer 4°C kalten Wasserprobe sind, die sich bei einer Temperatur von 11°C wieder aktivieren lassen und aus ihrem „Winterschlaf“ aufwachen. Ich fasste wieder einmal Proben aus verschieden Gewässern, von denen ich bereits Werte des Sommers 2012 habe (Seite 5). Den Resultaten aus der kalten Jahreszeit ist zu entnehmen, dass sich alle Werte bei der GKZ unter 1‘000 KBE/ml einfinden. Die Natur lässt also Bakterien arbeiten, die sich dem Leben in der Kälte anpassen können oder dafür spezialisiert sind. In Gartenteichen mit Fischbesatz, treffen wir genau auf solche Lebenskünstler, die Kälte nicht nur tolerieren sondern sich auch dabei vermehren können, wenn auch nur langsam. Bei meinen Analysen zeigt sich der Anteil von Pseudomonaden bei der Wassertemperatur von 4°C, in etwa gleich der GKZ. Man darf jetzt die Resultate nicht auf die Goldwaage legen aber wir sehen, dass wohl der grösste Bakterienanteil im kalten Teichwasser solche sind, die wir eigentlich nicht haben wollen. Steigt die Wassertemperatur um 6°C, verdoppelt sich das Resultat. Gewiss, dieser Gedanke ist nicht angenehm aber mit der wärmeren Jahreszeit kommen ja wieder die UV-Lampen zum Einsatz. Sind diese richtig ausgelegt, lässt sich damit in vielen Teichen die Bakterienzahl massiv senken. Wenn wir zur GKZ schwenken, ist zu erkennen dass die Waldweiher oder Waldteiche sehr tiefe Keimzahlen aufweisen. Die Teichböden waren allesamt mit einem mehreren cm dicken Teppich aus modernden Blättern belegt. Dementsprechend machten sich auch die schlummernden Bakterien wieder bemerkbar, zeigten Aktivität bei 11°C Inkubation und eine Vermehrung, zum Teil um das Zehnfache. Bei den Koiteichen haben wir bei der wärmeren Inkubation der kalten Teichwasserprobe im Schnitt nur eine 3-fache Vergrösserung der GKZ, was ich auf die Reinigungsarbeiten im Spätherbst zurückführe. Leider wird die Gesamtkeimzahl in Koiteichen mit zunehmenden Temperaturen rasant ansteigen und sich mit Glück vielleicht bei einigen 10‘000 KBE/ml einpendeln. Bei den Waldweihern oder Naturteichen stellen sich die Werte im Sommer laut meinen Keimzahlbestimmungen bei einigen 100 KBE/ml ein. Die Natur sorgt hier noch selbst für gutes Wasser was in unserem Hobby leider nur mit sehr guter Filtertechnik erreicht wird, wenn überhaupt. Beim natürlichen Temperaturanstieg des Teichwassers von 4°C auf 11°C gestaltet sich die Zahl der luft- und wärmeliebenden Bakterien noch etwas höher, was zeigt dass eine Vermehrung stattfindet je näher die 10°C Marke heranrückt. Was die coliformen Bakterien (mögliche Fäkalverunreiniger) betrifft, wo auch der Citrobacter eingeordnet ist, stellt man auf der Tabelle deutlich fest, dass mit zunehmender Wärme und vermehrter Fütterung der Fische, auch diese Keime wieder „erfolgreich“ herangezüchtet werden. Der Frühling steht nun vor der Tür und ich wünsche an dieser Stelle allen eine erfolgreiche Koisaison und möchte zugleich daran erinnern, dass ein Anstieg des Keimdrucks mit eigenen Analysen fest zu stellen ist! Informationen gibt es in diesem Thread. Zum Schluss noch dies. In Foren wird viel gefragt ab wann die Biologie auf Touren kommt. Da die Nitrifikanten auch zu den aeroben mesophilen Keimen gehören, darf mit den genannten Aktivitäten der GKZ verglichen werden.</p><p> </p><p>Gruss Dany <img src="https://cdn.jsdelivr.net/joypixels/assets/8.0/png/unicode/64/1f642.png" class="smilie smilie--emoji" loading="lazy" width="64" height="64" alt=":)" title="Smile :)" data-smilie="1"data-shortname=":)" /></p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Gelöschtes Mitglied 9419, post: 474785"] Hallo zusammen „Über hochsommerliche Temperaturen freuen sich nicht nur Koi: Die Vermehrung von Bakterien läuft auf Hochtouren.“ Dieser Satz ist auf der Internetseite einer Fischspezialistin zu lesen und ich finde sie hat Recht. Auf derselben Homepage findet man auch die Aussage: „UV-Brenner, die nicht nur gegen Algen sondern auch zur Keimdruckminderung eingesetzt werden, sollten auf alle Fälle durchlaufen, denn Bakterien entstehen natürlich auch im Winter.“ Dank der Erfassung der Gesamtkeimzahl in meinem Teich weiss ich, dass sich der Wert im Winter bei mir bei wenigen Hundert Kolonien im Milliliter bewegt. Aus einem weiteren Beitrag der Spezialistin las ich: „In einem gut laufenden System liegen die Gesamtkeimzahlen zwischen 500 und 30 000 Keimen pro Milliliter (sie meint sicher KBE/ml), das ist schon ganz schön viel, aber noch unbedenklich.“ Ich will hier nicht falsch verstanden werden und ich zweifle in keiner Weise an der Kompetenz dieser Frau aber wieso sollte die UV-Lampe über den Winter brennen? Gut, für eine Innenhälterung oder einen sehr stark beheizten Teich sehe ich den Sinn schon aber für die Kaltüberwinterung im Teich nicht. Ich fragte mich, ob sich über den Winter die GKZ in jedem nicht beheizten Teich oder Gewässer unter 1‘000 KBE/ml hält. Auch interessierte es mich wie hoch die Anteile einer 4°C kalten Wasserprobe sind, die sich bei einer Temperatur von 11°C wieder aktivieren lassen und aus ihrem „Winterschlaf“ aufwachen. Ich fasste wieder einmal Proben aus verschieden Gewässern, von denen ich bereits Werte des Sommers 2012 habe (Seite 5). Den Resultaten aus der kalten Jahreszeit ist zu entnehmen, dass sich alle Werte bei der GKZ unter 1‘000 KBE/ml einfinden. Die Natur lässt also Bakterien arbeiten, die sich dem Leben in der Kälte anpassen können oder dafür spezialisiert sind. In Gartenteichen mit Fischbesatz, treffen wir genau auf solche Lebenskünstler, die Kälte nicht nur tolerieren sondern sich auch dabei vermehren können, wenn auch nur langsam. Bei meinen Analysen zeigt sich der Anteil von Pseudomonaden bei der Wassertemperatur von 4°C, in etwa gleich der GKZ. Man darf jetzt die Resultate nicht auf die Goldwaage legen aber wir sehen, dass wohl der grösste Bakterienanteil im kalten Teichwasser solche sind, die wir eigentlich nicht haben wollen. Steigt die Wassertemperatur um 6°C, verdoppelt sich das Resultat. Gewiss, dieser Gedanke ist nicht angenehm aber mit der wärmeren Jahreszeit kommen ja wieder die UV-Lampen zum Einsatz. Sind diese richtig ausgelegt, lässt sich damit in vielen Teichen die Bakterienzahl massiv senken. Wenn wir zur GKZ schwenken, ist zu erkennen dass die Waldweiher oder Waldteiche sehr tiefe Keimzahlen aufweisen. Die Teichböden waren allesamt mit einem mehreren cm dicken Teppich aus modernden Blättern belegt. Dementsprechend machten sich auch die schlummernden Bakterien wieder bemerkbar, zeigten Aktivität bei 11°C Inkubation und eine Vermehrung, zum Teil um das Zehnfache. Bei den Koiteichen haben wir bei der wärmeren Inkubation der kalten Teichwasserprobe im Schnitt nur eine 3-fache Vergrösserung der GKZ, was ich auf die Reinigungsarbeiten im Spätherbst zurückführe. Leider wird die Gesamtkeimzahl in Koiteichen mit zunehmenden Temperaturen rasant ansteigen und sich mit Glück vielleicht bei einigen 10‘000 KBE/ml einpendeln. Bei den Waldweihern oder Naturteichen stellen sich die Werte im Sommer laut meinen Keimzahlbestimmungen bei einigen 100 KBE/ml ein. Die Natur sorgt hier noch selbst für gutes Wasser was in unserem Hobby leider nur mit sehr guter Filtertechnik erreicht wird, wenn überhaupt. Beim natürlichen Temperaturanstieg des Teichwassers von 4°C auf 11°C gestaltet sich die Zahl der luft- und wärmeliebenden Bakterien noch etwas höher, was zeigt dass eine Vermehrung stattfindet je näher die 10°C Marke heranrückt. Was die coliformen Bakterien (mögliche Fäkalverunreiniger) betrifft, wo auch der Citrobacter eingeordnet ist, stellt man auf der Tabelle deutlich fest, dass mit zunehmender Wärme und vermehrter Fütterung der Fische, auch diese Keime wieder „erfolgreich“ herangezüchtet werden. Der Frühling steht nun vor der Tür und ich wünsche an dieser Stelle allen eine erfolgreiche Koisaison und möchte zugleich daran erinnern, dass ein Anstieg des Keimdrucks mit eigenen Analysen fest zu stellen ist! Informationen gibt es in diesem Thread. Zum Schluss noch dies. In Foren wird viel gefragt ab wann die Biologie auf Touren kommt. Da die Nitrifikanten auch zu den aeroben mesophilen Keimen gehören, darf mit den genannten Aktivitäten der GKZ verglichen werden. Gruss Dany :) [/QUOTE]
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Wie heißte eine bekannte Vorfahrtsregel? Rechts vor...
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