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<blockquote data-quote="Jörg H." data-source="post: 712149" data-attributes="member: 13820"><p><h3>1. Was bedeutet "aufgeschlossen" eigentlich?</h3><p></p><p>In der Futtermittelherstellung geschieht das Aufschließen meistens mechanisch-thermisch durch den <strong>Extruder</strong> (Hitze und Druck). Dabei wird die kristalline Struktur der Stärke zerstört (sie "verkleistert").</p><p></p><p></p><ul> <li data-xf-list-type="ul"><strong>Der Vorteil:</strong> Die Stärke wird wasserlöslich und für Enzyme theoretisch leichter angreifbar.</li> <li data-xf-list-type="ul"><strong>Das Problem beim Koi:</strong> Auch wenn die Stärke "vorgekaut" (aufgeschlossen) ist, bleibt sie chemisch gesehen eine Kette aus Zuckermolekülen. Um diese Kette im Körper in Energie zu verwandeln, benötigt der Koi zwingend das Enzym <strong>Amylase</strong>. Wenn dieses Enzym bei 6 °C temperaturbedingt fast nicht vorhanden ist, nützt auch das beste thermische Aufschließen wenig. Die "Tür" zum Stoffwechsel ist einfach verschlossen.</li> </ul><p></p><h3>2. Enzymatisch aufgeschlossenes Getreide</h3><p></p><p>Wäre das Getreide tatsächlich <strong>vorab enzymatisch</strong> (z. B. durch Fermentation) in Einfachzucker zerlegt worden, könnte der Koi die Energie theoretisch direkt über die Darmschleimhaut aufnehmen, ohne selbst Enzyme aufwenden zu müssen.</p><p></p><p></p><ul> <li data-xf-list-type="ul"><strong>Aber:</strong> Das macht kaum ein Hersteller. Warum? Weil freier Zucker im Futter das Wasser extrem belastet, die Pellets klebrig macht und den Blutzuckerspiegel des Fisches (der auf Protein/Fett ausgelegt ist) gefährlich Achterbahn fahren lässt.</li> <li data-xf-list-type="ul"><strong>Ergebnis:</strong> Da die meisten Hersteller nur thermisch (Extruder) aufschließen, bleibt das Ergebnis für den Koi im kalten Wasser dasselbe: Er bekommt einen Sack voll Energie geliefert, für den er keinen "Schlüssel" (Amylase) hat.</li> </ul><p></p><h3>3. Ist es also Marketing?</h3><p></p><p><strong>Ja, zu einem großen Teil.</strong> * <strong>Das Argument der Hersteller:</strong> "Leicht verdaulich" bezieht sich oft darauf, dass das Futter im Wasser weniger quillt oder die Eiweiße (wie beim Weizenkeim) hochwertiger sind als in billigem Fischmehl.</p><p></p><p></p><ul> <li data-xf-list-type="ul"><strong>Die biologische Wahrheit:</strong> Sie verschweigen, dass der Kohlenhydrat-Anteil (NFE) bei Kälte eine biologische Sackgasse ist. Ein echtes High-End-Winterfutter bräuchte eigentlich kaum Getreide, sondern <strong>hydrolysierte Proteine</strong> (schon in Aminosäuren zerlegt) und <strong>hochwertige Lipide</strong>. Aber das wäre pro Sack doppelt so teuer und würde im Regal nach 3 Monaten ranzig riechen.</li> </ul></blockquote><p></p>
[QUOTE="Jörg H., post: 712149, member: 13820"] [HEADING=2]1. Was bedeutet "aufgeschlossen" eigentlich?[/HEADING] In der Futtermittelherstellung geschieht das Aufschließen meistens mechanisch-thermisch durch den [B]Extruder[/B] (Hitze und Druck). Dabei wird die kristalline Struktur der Stärke zerstört (sie "verkleistert"). [LIST] [*][B]Der Vorteil:[/B] Die Stärke wird wasserlöslich und für Enzyme theoretisch leichter angreifbar. [*][B]Das Problem beim Koi:[/B] Auch wenn die Stärke "vorgekaut" (aufgeschlossen) ist, bleibt sie chemisch gesehen eine Kette aus Zuckermolekülen. Um diese Kette im Körper in Energie zu verwandeln, benötigt der Koi zwingend das Enzym [B]Amylase[/B]. Wenn dieses Enzym bei 6 °C temperaturbedingt fast nicht vorhanden ist, nützt auch das beste thermische Aufschließen wenig. Die "Tür" zum Stoffwechsel ist einfach verschlossen. [/LIST] [HEADING=2]2. Enzymatisch aufgeschlossenes Getreide[/HEADING] Wäre das Getreide tatsächlich [B]vorab enzymatisch[/B] (z. B. durch Fermentation) in Einfachzucker zerlegt worden, könnte der Koi die Energie theoretisch direkt über die Darmschleimhaut aufnehmen, ohne selbst Enzyme aufwenden zu müssen. [LIST] [*][B]Aber:[/B] Das macht kaum ein Hersteller. Warum? Weil freier Zucker im Futter das Wasser extrem belastet, die Pellets klebrig macht und den Blutzuckerspiegel des Fisches (der auf Protein/Fett ausgelegt ist) gefährlich Achterbahn fahren lässt. [*][B]Ergebnis:[/B] Da die meisten Hersteller nur thermisch (Extruder) aufschließen, bleibt das Ergebnis für den Koi im kalten Wasser dasselbe: Er bekommt einen Sack voll Energie geliefert, für den er keinen "Schlüssel" (Amylase) hat. [/LIST] [HEADING=2]3. Ist es also Marketing?[/HEADING] [B]Ja, zu einem großen Teil.[/B] * [B]Das Argument der Hersteller:[/B] "Leicht verdaulich" bezieht sich oft darauf, dass das Futter im Wasser weniger quillt oder die Eiweiße (wie beim Weizenkeim) hochwertiger sind als in billigem Fischmehl. [LIST] [*][B]Die biologische Wahrheit:[/B] Sie verschweigen, dass der Kohlenhydrat-Anteil (NFE) bei Kälte eine biologische Sackgasse ist. Ein echtes High-End-Winterfutter bräuchte eigentlich kaum Getreide, sondern [B]hydrolysierte Proteine[/B] (schon in Aminosäuren zerlegt) und [B]hochwertige Lipide[/B]. Aber das wäre pro Sack doppelt so teuer und würde im Regal nach 3 Monaten ranzig riechen. [/LIST] [/QUOTE]
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