Topinambur

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Herkunft und Einordnung:
Topinambur (Helianthus tuberosus) ist eine Verwandte zur Sonnenblume und wird unter vielen Namen wie Jerusalemartischocke, Erdartischocke, Erdapfel, Erdbirne, Indianerknolle, Zuckerkartoffel, um nur einige zu nennen, gehandelt. Topinambur stammt ursprünglich aus Nordamerika, den Namen trägt die Pflanze nach dem Indianerstamm, bei dem sie entdeckt wurde, den Topinambus. Bereits im 17. Jahrhundert brachten die Franzosen die Pflanze nach Europa, bezeichnenderweise nach einer großen Hungersnot in den kanadischen Kolonien. Die genügsamen, robusten Pflanzen sicherten den französischen Neu-Kanadiern das Überleben. Die Knollen waren zunächst nur den Mächtigen und Reichen vorbehalten. Die Kunde über diese segensreiche Pflanze verbreitete sich rasch in der gemeinen Bevölkerung, Diebstahl aus den königlichen Gärten und Seeleute aus Übersee sorgten für die Verbreitung der Knolle im Volk. Rasch setzte sich der Siegeszug in den europäischen Ländern wie England Spanien, Italien und den Niederlanden fort. Topinambur war eine der Pflanzen, die schwere Notzeiten wie Krieg und Seuchen „überstanden“, ein Grund für den schlechten Ruf ( Geruch von Not und Tod, Armeleuteessen) der Pflanze. Im 18. Jahrhundert wurde die Topinamburknolle von der Kartoffel verdrängt. Erst in der Neuzeit wird die Knolle wieder als Gemüse geschätzt, die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe untersucht.

Inhaltsstoffe und Geschmack:
Die Topinamburknolle ist ein nährstoffreiches und dennoch kalorienarmes Delikateß-Gemüse. Sie besitzt ca. 80% Wasser, 15% Kohlenhydrate, 2-3% Eiweiß, die Mineralien Kalium (650 mg/100 g Frischmasse), Calcium (30 mg), Phosphor (155 mg), Eisen (2 mg), Mangan (0,3 mg), sowie wichtige Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Selen. Weitere Inhaltsstoffe sind B-Vitamine, Biotin, Beta-Karotin, Vitamin C und D, Betain, Inulin, Saponine und Cholin. Wegen des hohen Inulingehalts (bis 16%, nicht zu verwechseln mit Insulin!) wird die Knolle auch als Diabetikerkartoffel bezeichnet. Inulin ist ein stärkeähnlicher Stoff, der reinigend auf Niere und Galle wirkt, die Ausscheidungsprozesse im Körper unterstützt. Der Gehalt an Inulin beugt Verstopfungen vor, senkt die Blutfettwerte und den Blutdruck und hilft bei der Reduktion von überflüssigen Pfunden. Regelmäßiger Inulin-Verzehr verschiebt die Darmflora zu Gunsten der erwünschten Bifidus-Population. Cholin und Betain gelten als krebshemmend und stärken die Abwehrkräfte.

Anbau:
Von Oktober bis Mai können die Knollen gepflanzt werden, sie sollten rasch nach der Ankunft in den Boden. Die Pflanze ist recht genügsam und stellt nur wenig Ansprüche an den Standort. Allerdings ist ein wasserdurchlässiger Standort (pH-Bereich 6-7,5) in voller Sonne von Vorteil. Die Knollen werden im Abstand von 30 cm in der Reihe, bei einem Reihenabstand von 50-60 cm, in den Boden gelegt, Tiefe 5-10 cm.
Für die Bewässerung gilt: moderat bis hoch (Juli-Oktober), der Wassergehalt beeinflußt nachhaltig die Knollengröße und damit die Speicherkapazität für Zucker und Inulin. Topinambur sind Schwachzehrer, an Nährstoffen benötigt die Knolle wenig Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Krankheiten und Schädlinge:
Mit Krankheiten und Schädlingen muss man kaum rechnen, jede Behandlung der Pflanzen ist überflüssig. Wühlmäuse betrachten die Knolle besonders im Winter als Leckerbissen und Schnecken sind hinter dem Austrieb im Frühjahr her. An Krankheiten ist nur Sclerotinia – eine Pilzerkrankung – von Bedeutung. Durch jährlichen Wechsel des Standortes kann dieser Krankheit vorgebeugt werden. Durch diese Maßnahme wird auch die Ausbildung größerer Knollen gefördert.

Ernte und Verwendung:
Ab Oktober können die Knollen geerntet werden, Zeichen dafür ist das Welken und Eintrocknen der Blätter und Stängel. Der wichtige Inulingehalt in den Knollen ist im Oktober am höchsten und sinkt über die Wintermonate gleichmäßig ab. Die Topinamburknolle ist winterfest, sie verträgt Temperaturen bis zu –30°C im Boden. Um auch bei Frosttemperaturen Knollen ernten zu können, mulcht man den Boden mit Stroh oder Heu ab. Leider sind die Knollen nicht so besonders lange lagerfähig, ein Grund, warum dieses gesunde Gemüse im Verkauf selten zu finden ist. Topinambur kann man, vergleichbar den Möhren, im Keller für einige Zeit kühl und feucht lagern, dabei ist auf schnelle Fäulnis und Weißchimmelbefall zu achten. Wegen seiner dünnen Schale ist die Knolle nicht gegen das Austrocknen geschützt, daher sollte man zur Lagerung im Kühlschrank die Knollen mit Frischhaltefolie einpacken. Sind die Knollen geschrumpft, kann man sie für einige Zeit in kaltes Wasser legen und ihnen so ein wenig von ihrer alten Frische wiedergeben.

An den Genuss von Topinambur muss sich der Verdauungstrakt des Menschen erst gewöhnen, Blähungen nach dem Genuss von zu großen Mengen zu Beginn der Erntezeit sind die Folge. Daher die Knolle zunächst in kleinen Mengen verzehren, das Entfernen der Haut beugt Blähungen vor. Topinambur sollte man nicht in Wasser zubereiten, da dadurch der Geschmack verloren geht. Roh als Salat mit einer Vinaigrette, gedünstet oder gebacken, als Suppe, Gratin und Auflauf sind einige der Verwendungsmöglichkeiten..

Topinambur-Cremesuppe: 500 g frische Topinamburknollen, 750 ml klare, entfettete Rinderbrühe,
1 Knoblauchzehe, 1 Msp. Kümmel, 150 g saure Sahne (10% Fett), 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer aus der Mühle,
1 Beet frische Kresse (alternativ Petersilie).

Topinamburknollen sorgfältig unter fließendem Wasser waschen, schälen und in 2 cm dicke Stücke schneiden.
Rinderbrühe mit dem Knoblauch und Kümmel zum Kochen bringen und die Topinambur 30 Minuten kochen lassen.
Die Suppe etwas abkühlen lassen und pürieren, dann nochmals aufkochen.
Saure Sahne mit dem Schneebesen einschlagen, dabei mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.
Mit frischem Grün bestreuen und servieren.

Literatur: Gesund abnehmen mit Topinambur (ISBN 3-89373-518-6).

Exklusiv für die Leser von „Koi-Live“: 1 Paket Topinambur inklusive Verpackung und Porto für 12,-€. Die Knollen sind sowohl zum Verzehr als auch zur Pflanzung geeignet.
 

edekoi

Mitglied
???

Ist das hier ein Diätforum, ein Kochstudio oder einfach nur deine neue kostenlose Verkaufsplattform?
 

sternkoenig

Mitglied
Ich finde das Marketingkonzept vom Mikrobiologen sehr gelungen. Viele wertvolle Beiträge mit denen er eine Vertrauensbasis schafft auf der sich dann diverse Artikel verkaufen lassen. Er nimmt sich sogar Zeit Produkte über persönliche Nachrichten anzubieten, selbst wenn man nicht danach gefragt hat. Da kann noch etwas ganz Großes entstehen!
 
Hallo Stefan,
Da kann noch etwas ganz Großes entstehen!
wer glaubt, mein Angebot der Topinambur sei ein Geschäft der sollte nie, wirklich nie, ein Geschäft machen wollen.
Alles was ich hier an Früchten angeboten habe ist letztlich Überschuss aus einem Hausgarten. Nix mit gewerblichem Obst- oder Gemüseanbau.
Eigentlich wollte ich über den Winter in loser Folge Berichte rund um den Garten unter "Garten & Pflanzen" hier einstellen. Das hat sich erledigt.:cool:
 

Martin69

Plus Mitglied
Hallo Stefan,

wer glaubt, mein Angebot der Topinambur sei ein Geschäft der sollte nie, wirklich nie, ein Geschäft machen wollen.
Alles was ich hier an Früchten angeboten habe ist letztlich Überschuss aus einem Hausgarten. Nix mit gewerblichem Obst- oder Gemüseanbau.
Eigentlich wollte ich über den Winter in loser Folge Berichte rund um den Garten unter "Garten & Pflanzen" hier einstellen. Das hat sich erledigt.:cool:
Nu mal langsam .. seit wann machst du dich an einzelnen Meinungen fest :cool: Und wenn doch ich bin gespannt ;) Nu steht es 1 : 1 :p
 

Martin69

Plus Mitglied
Ist doch Quatsch :( Wenn mich ein Thema interessiert unter welcher Rubrik auch immer , les ich mit , wenn nicht oder ich hab nichts Konstruktives beizutragen ( m. E. ) lass ich es einfach . Negativ quatschen bringt nix , dann können wir auch Alle mal Feuersteine scharf kloppen :cool:
 

sternkoenig

Mitglied
Mein Text klingt offensichtlich geschrieben "schärfer" als er sich in meinem Kopf gedacht angehört hat und war weder negativ, noch destruktiv gemeint!
Mir persönlich ist doch total egal, wer hier was anbietet. Ich muss es ja weder lesen noch kaufen.

Ich finde die Beiträge von Mikrobe oft interessant und seine Angebote zu Früchten, Samen, EM u.a. stoßen ja offensichtlich auf ausreichend Interesse. Das ist aus meiner Sicht ein Win/ Win Geschäft und war von mir nicht böse gemeint, sondern als ehrliches Kompliment. Also lass nicht Deine "Fans" darunter leiden, dass mein Text missverständlich war.
 

sternkoenig

Mitglied
Nun ja: "Eigentlich wollte ich über den Winter in loser Folge Berichte rund um den Garten unter "Garten & Pflanzen" hier einstellen. Das hat sich erledigt" klingt (für mich) schon irgendwie angefasst, aber umso besser wenn auch das nur ein Missverständnis war.
 

Martin69

Plus Mitglied
Passt ;) und wenn man permanent angemeiert wird reagiert man entsprechend. Würde wohl Jedem so gehen ;) aber nu iss ja geklärt und Sorry auch von mir , habe falsch interpretiert.
 

Fred S

Mitglied
Also da ich schon länger im Besitz von Topinambur (aber eher als Blühpflanze) bin und um die mögliche Verwendung als gesunde Erdkartoffel weiß(natürlich nicht so im Detail) habe ich mich schon immer gefragt wie man diese "winzigen" Knollen schälen oder sinnvoll verarbeiten soll.
Wenn ich die Pflanzen im Herbst wenn sie verblüht sind ausdünne, also rausreisse, erscheinen ca. 5cm lange und 1cm dicke Knollen.
Da macht man sich doch zum Ei und ist sich Hungrig:oops::rolleyes::eek:
 
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