Heizkabel

WCDHE

Mitglied
Hallo zusammen.
Da es im Frühjahr immer wieder zu Temperaturschwankungen kommt,
hatte ich vor dieses Jahr zu versuchen, die Temperatur in etwa konstant zu halten.
Ich will nicht den ganzen Winter über die z.B. 12-14 Grad halten.
Nur um im Frühjahr um den Start in die Saison etwas zu regeln.
Mein Teich ist in Schwerkraft ausgelegt.
Ich möchte auch keine feste Verrohrung mit 3KW oder so montieren.

Hat hier jemand mit den Heizkabel oder ähnlich Erfahrung und welche?
480 Watt bei 24m Länge - bringt dies etwas bei 34.000 Liter?

Gruß
Werner
 
Hallo, hier mal die Formel zur Berechnung. Dann kannst Du selbst ausrechnen, ob es bei Dir passt
Q=mcdT (dt heißt eigentlich delta theta, sind aber griechische Buchstaben)
Q ==> ist die Energie, die Du brauchst.
m ==> ist die Masse die Du erwärmen willst
c ==> 1,163 Wh/(Kg*K) ist der Wärmekoeffizient von Wasser (Wh = Wattstunden, 1000 Wattstunden sind eine kWh, um 1kg/Liter Wasser
um 1 Grad (Kelvin) zu erwärmen brauchst Du 1,163 Wattstunden)
dt ==> ist die Temperaturdifferenz in Grad (Kelvin), um die Du aufheizen willst
 
Die Berechnung geht von 8 Grad aus und um eine Erhöhung auf 14 Grad zu erreichen.
Das sind nun die Kosten für die Temperaturerhöhung um 6 Grad.
Mit dem Heizband 480W dauert dies natürlich - oder sogar nicht zu erreichen?
Um die Temperatur zu halten schon?
 
Wenn du die Wärmeverluste mit einbeziehst wird sich dein Wasser kaum aufheizen lassen. 480 Watt erscheinen mir um ein Mehrfaches zu niedrig um dein Wasservolumen aufzuheizen.
 
Hallo Werner,

ich habe einen 15000 Liter Teich und in meinem Filter ist ein 2,5 kw Heizstab eingebaut. Mein Teich ist bis Mai abgedeckt. So lange die Abdeckung auf dem Teich bleibt (Doppelstegplatten) kann ich im Teich problemlos eine Temperatur von 16 Grad oder auch 1 oder 2 Grad mehr halten.

Wenn die Abdeckunhg entfernt wurde, heizt sich der Heizstab in kühlen/kalten Mainächten einen Wolf. Er schafft es aber nicht, die Temperatur zu halten.

Ich denke nicht dass Du mit dem Heizkabel glücklich werden wirst.


LG, Jan
 
Hallo,

nun ist das oben angegebene Heizband auch kein Idealfall zum diskutieren.
Bei der Auswahl eines gescheiten Heizbandes, stellt das natürlich so ein Heizstab mit 2,5 KW in den Schatten.
Bedenkt man, das ein Heizband 60W/Meter zwischen 70° und 90°bringt und das ist noch nicht einmal ein spitzen Heizband.
Da bin ich dann bei einem 10 Meter Heizband = 600 W gut dabei. Sollen es die 480W sein dann natürlich 8m.
Das ist auch nicht nur so dahin geschrieben von mir. Solche Heizbänder gehören bei mir auf Arbeit zu meinem Aufgaben.
 
Erkläre bitte mal, wie ein Heizband mit 600 Watt einen Heizstab mit 2.500 Watt „in den Schatten“ stellt. Oder habe ich Dich missverstanden?

In meinen Augen dürfte die Energieeffizienz in beiden Fällen nahezu identisch sein. Strom wird in Wärme umgesetzt und das Wasser damit erhitzt. Je mehr Watt, umso mehr Wärme wird ins Wasser abgegeben. Ob das nun ein Band ist, eine Tauchsieder-Spirale oder ein Stab, dürfte in dieser Hinsicht egal sein.

Meine Heizung hat 2.000 Watt und heizt abgedeckte 17.000 Liter nur langsam. Ich kann Jan da nur beipflichten. Bei abgedecktem Teich reicht es, um die Temperatur langsam - auch deutlich - zu erhöhen (bis zu welcher Temperatur habe ich noch nicht getestet). Bei offenem Teich ist der Wärmeverlust einfach zu hoch, wenn es nachts sehr kalt wird.
 
Hallo,

szin, du musst schon alles und richtig lesen.
Zum 1. spreche ich nicht von Heizen sonder von Temperaturen halten oder Schwankungen abzufangen.
Zum 2. ein Heizstab ist punktuell ein Heizband deckt eine größer Fläche ab. Hast du zu viel Strömung, wirst du
weniger Wasser auf den Punkt erwärmen können.
Du kannst natürlich auch ein Heizband nehmen mit 100W auf den Meter. Es gibt Heizbänder die erreichen mit
100W mehr als 200° auf den Meter.
Der Opener hat nach Erfahrungen mit Heizband gefragt. Möchtest du mir diese absprechen, dann lade ich dich
gerne mal zu einer Ausbildung ein und du wirst 20 und mehr Anlagen betreuen dürfen mit Heizband.
 
Das mit dem Lesen scheint auch nicht Deine Stärke zu sein, Michael?

Der Opener möchte nicht punktuell etwas erwärmen sondern den Teich im Frühjahr als Ganzes (logischerweise mit Strömung) und hat daher nach "Heizkabel oder ähnlichem gefragt". In dem Fall ist es in meinen Augen völlig egal, mit welchem Gerät elektrische Leistung direkt in Wärme umgewandelt wird (etwas anderes sind Wärmepumpen etc.), denn die elektrische Leistung entspricht 1:1 der Wärme die im Teich ankommt und sich dort verteilt. Ob das Wasser schnell oder langsam vorbei fließt, ist dabei ebenso unerheblich. Heizbänder können die Wärme nicht durch ein Wunder vervielfachen und 600 Watt sind definitiv zu wenig Leistung, um einen offenen Teich bei kalten Nächten auf Temperatur zu halten. Es würde mich auch wundern, wenn der Heizstab im Teich eine Temperatur von 200 Grad an der Außenfläche erreicht ...

Da brauche ich nicht erst eine Heizband-Experten-Ausbildung zu absolvieren, das ist mein Verständnis der zugrunde liegenden Physik. Ich denke, der Opener wäre enttäuscht, wenn er in die 600 Watt Heizbänder investiert und die Temperatur dann trotzdem abfällt, meinst Du nicht? Sollte der Teich noch abgedeckt und gut isoliert sein, mag es reichen, um die Temperatur zu halten.
 
hallo,

naja, ich denke mal, du möchtest dich selber überholen.

So hat er geschrieben;
"Mit dem Heizband 480 Watt dauert es natürlich- oder sogar nicht zu erreichen?
Um die Temperatur zu halten schon?"

So stand es geschrieben, so hab ich es gelesen;)

Dabei habe ich die Reihenfolge wohl eingehalten, also solltest du mir diese Stärke wieder zu erkennen.:)
Schau dir mal einen Durchlauferhitzer an, wo du mit Leistungen zwischen 18; 20; 22 KW arbeiten musst.
Bei einem Boiler arbeitest du mit Fläche und Zeit mit wesentlich kleiner Leistung.
Nun brauchen wir aber nicht all die elt. Geräte und deren effektiven Einsatz wo, wie , warum, wieso durch zu gehen.
Ich meine nicht, das der Opener enttäuscht wäre, wenn er ein Heizband mit mehr als die Hälfte von Energie
zu Temperatur Haltung einsetzt.
So wie es scheint werden wir uns an Nebensächlichkeiten aufhalten und nicht auf einem Nenner kommen.
Du würdest bei mir natürlich keine Heizband-Experten- Ausbildung bekommen. Aber eine Ausbildung zum
Elektroniker, unter anderen auch den ökon. Einsatz von elt. Energie.
Also lass es jetzt bitte gut sein, bevor wir Beide und überholen.
Möglicherweise kann ich den Opener ja ein Heizband zur Verfügung stellen um die jetzigen Temperaturschwankungen in der
Nacht ab zu fangen.
 
Michael, ich möchte mich nicht streiten und als Anfänger im Koi-Teich-Hobby habe ich sicher mehr Fragen als Antworten. Doch als ich im vergangenen Jahr recherchiert habe, um meinen Teich zu bauen, hat mich nichts mehr genervt, als hilfreiche Informationen von Halb- und Falschwissen zu trennen. Das ist für den Anfänger wahnsinnig schwierig und mühevoll, zumal man die Autoren (noch) nicht kennt und einschätzen kann.

Ich möchte auch gerne von Dir lernen, denn es wäre in meinen Augen eine Sensation, wenn die effektive Heizleistung eines 600W Heizbandes die eines 2,5 KW Stabes in den Schatten stellt, wie Du sagst. Leider überzeugen mich Deine Argumente nicht und bis überzeugende Argumente kommen, möchte ich das so nicht (falsch?) stehen lassen.
Schau dir mal einen Durchlauferhitzer an, wo du mit Leistungen zwischen 18; 20; 22 KW arbeiten musst. Bei einem Boiler arbeitest du mit Fläche und Zeit mit wesentlich kleiner Leistung.
Natürlich muss ein Durchlauferhitzer eine deutlich höhere Nennleistung haben als ein Boiler, weil er in extrem kurzer Zeit das Wasser erhitzen muss. dafür ist er direkt anschließend wieder komplett aus, verbraucht keinen Strom, während der Boiler quasi ständig leisten muss. Die reine Nennleistung der Geräte allein lässt somit keine Aussage zum Stromverbrauch über einen längeren Zeitraum zu.

Ein Heizband macht m.E. dann Sinn, wenn ich bei ausgeschaltetem Filter (= keine Strömung) nur sicherstellen möchte, dass die unterste Schicht im Teich, wo die Fische abliegen, nicht in den Gefrierbereich abkühlt. Dafür reichen dann vermutlich 600W aus, da man nicht das komplette Wasservolumen beheizt sondern nur einen Teil.

Beim Anwendungsfall des Openers (was auch exakt mein Anwendungsfall ist) geht es aber darum, den kompletten gefilterten Teich (= Strömung) über Außentemperatur hinaus zu erwärmen bzw. über Außentemperatur zu halten. Ich verstehe einfach nicht, wie dabei ein 600W Heizband einen 2,5 KW Heizstab in den Schatten stellen könnte. Bitte erkläre es mir.

Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass sowohl Heizband, als auch Heizstab nicht sinnlos in Dauerbetrieb sind, sondern Wassertemperatur-gesteuert ein und ausgeschaltet werden. Ein Dauerbetrieb würde die Temperaturschwankungen, die der Opener gerade verhindern möchte, nicht mildern. Ein Mehrverbrauch durch den leistungsfähigeren Heizstab ist mit einer simplen Steuerung durch die Wassertemperatur ausgeschlossen und Dein Band wird es in meinen Augen beim genannten Volumen einfach nicht packen.

Wenn Du tatsächlich Elektroniker ausbildest, wirst Du ja ausreichend didaktische Fähigkeiten haben, dass ich es auch verstehe. :rolleyes:
 
Hallo ihr zwei.
Denke mal, nun soll es aber auch gut sein.
Ich habe eine Frage gestellt und es gab, wie bei allen Antworten, immer 2 Seite.
Und das ist ja auch gut so.

Bei meiner Frage ging es hauptsächlich da drum:
Das Immunsystem eine Koi arbeite erst ab ca. 14 Grad. (mein Wissensstand)
Die Batterien sind aber schon unter diesen Temperaturen aktiv. (mein Wissensstand)
Deshalb hatte ich gedacht, diese Schwankungen eine wenig auszugleichen
und dem Koi damit etwas den Start in die Saison zu erleichtern.
Hat der Teich nur 8 Grad wollte ich eigentlich gar nicht heizen.
Nur halt so um den (mein Wissensstand) kritischen Punkt von 13-15 Grad
dann zuheizen.

Gruß
Werner
 
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