Neues Koifutter Pondware Pure

Bin ich tatsächlich nicht im Thema. Fällt mir aber aktuell gerade keine natürliche Nahrung ein für Karpfen, wo massenhaft Stärke drin ist. Klar, bisserl Wasserpflanzen. Aber ist das die Masse des natürlichen Futters eines Kapfen?

Auf der anderen Seite werden Karpfen beim Angeln meines Wissens nach mit Mais angeködert, oder? Wenn sie es nicht verdauen können, dann würde es ja auch nicht schmecken. Ich habe ja auch keinen Heißhunger auf Eichenholz.

Cellulase deutet darauf hin, dass Zellulose abgebaut wird. Eng verwandt mit Stärke, aber zum Abendessen gibt es dann doch Nudeln, kein Papier.

Optimales Karpfenfutter ist Stärke aber wahrscheinlich nicht. Denke ich, weiß ich aber nicht sicher.

So weit die NI aus dem Stehgreif.
 
Habe mal die artifizielle Intelligenz dazu befragt... Gemini...

Das Futter der Reihe **Pure** (oft vertrieben unter Marken wie *pondware Pure* oder *Unique Koi Pure*) genießt in der ambitionierten Koiszene einen hervorragenden Ruf. Es ist genau das Gegenteil von billigem "Tütenfüller"-Futter und lässt sich als **oberes Mittelfeld bis echtes Premiumsegment** einordnen.
Für die Menge an unverdauten Resten – und damit das Buffet für die Moderlieschen – bedeutet das konkret: Bei diesem Futter kommt im Sommer sehr wenig ungenutzt hinten raus. Die Verwertbarkeit ist extrem hoch.
Drei wesentliche Faktoren begründen diese gute Einschätzung:
## 1. Hochwertiges LT-Fischmehl statt billigem Pflanzenkram
Die Proteinquelle ist der entscheidende Hebel. "Pure" setzt massiv auf **LT-Fischmehl** (Low Temperature). Dieses Fischmehl wird bei niedrigen Temperaturen schonend getrocknet, wodurch die Aminosäuren intakt bleiben. Da der Koi als Karpfenartiger tierische Proteine um Längen besser aufschließen kann als pflanzliche (wie Soja oder Weizenkleber), bleibt hier kaum unverdauter Proteinabfall übrig.
## 2. Optimiertes Protein-Fett-Verhältnis
Gutes Koifutter zeichnet sich dadurch aus, dass die Energie über leicht verdauliche Fette (wie Lachsöl/Fischöl) bereitgestellt wird, damit das Protein komplett für den Muskel- und Gewebeaufbau genutzt werden kann. Wenn das Futter (wie bei *pondware Pure*) auf ein ausgewogenes Verhältnis wie **34 % Protein zu 7 % Fett** (oder in der Premium-Variante um 40/10) setzt, läuft der magenlose Fischdarm im optimalen Wirkungsgrad.
## 3. Konsequenter Verzicht auf Füllstoffe
In billigem Futter stecken oft hohe Anteile an Rohfasern und unverdaulichen Kohlenhydraten (Weizenstärke, Maismehl), um das Pellet billig aufzublähen. Koi besitzen aber keine Cellulase-Enzyme, um diese pflanzlichen Gerüstsubstanzen zu knacken. Bei der "Pure"-Philosophie fliegen solche Füllstoffe raus. Das senkt den Kotanteil und die Belastung für den Trommel- oder Bürstenfilter drastisch.
> **Was bedeutet das für den Teich?**
> Weil das Futter so hoch verdaulich ist, hinterlassen die Koi deutlich kleinere, kompaktere Kotpellets. Dass die Moderlieschen sich trotzdem darauf stürzen, liegt nicht daran, dass das Futter schlecht verdaut wurde – sondern daran, dass selbst die minimalen Reste eines solchen Premium-Futters durch die zugesetzten Hefen (wie Bio-Mos) und Fischöle für die kleinen Beifische immer noch extrem attraktiv und nahrhaft riechen.
>
Was sagt denn der Erschaffer dazu? Da kriegen meine Moderlieschen ja fast nix mehr zu beißen!

Wattn Quatsch ... mal ernsthaft . Nix gegen deine Moderlieschen , aber hier geht es um Koifutter !!
 
Fällt mir aber aktuell gerade keine natürliche Nahrung ein für Karpfen, wo massenhaft Stärke drin ist. Klar, bisserl Wasserpflanzen. Aber ist das die Masse des natürlichen Futters eines Kapfen?
Über 30% der Nahrung von Karpfen bestand bei einem groß angelegten Test aus Detritus, höchster prozentuale Anteil einer Nahrungssorte. Detritus ist vermoderndes Pflanzenmaterial.
 
Über 30% der Nahrung von Karpfen bestand bei einem groß angelegten Test aus Detritus, höchster prozentuale Anteil einer Nahrungssorte. Detritus ist vermoderndes Pflanzenmaterial.
Mmmmh...

Frage:
Aus welchen Stoffen besteht vermoderndes Pflanzenmaterial von Wasserpflanzen? Stärke? Zellulose? Sonst was?

Antwort:
Beim Zersetzungsprozess von Wasserpflanzen bricht die ursprüngliche Struktur der Pflanze biochemisch auf. Vermoderndes Pflanzenmaterial besteht aus einer Mischung von noch nicht abgebauten Strukturstoffen, Zwischenprodukten des Abbaus und neu entstehenden organischen Verbindungen.

Die Hauptbestandteile lassen sich in folgende Gruppen unterteilen:

1. Kohlenhydrate (Die Gerüst- und Speicherstoffe)​

  • Zellulose: Sie ist der Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellwände. Zellulose ist ein langkettiges Polysaccharid, das von spezialisierten Mikroorganismen (Bakterien und Pilzen) mithilfe von Enzymen (Cellulasen) langsam in Glukose heruntergebrochen wird. Im vermodernden Material ist sie extrem präsent, da der Abbau Zeit braucht.
  • Hemizellulose: Ähnlich wie Zellulose ein Bestandteil der Zellwand, allerdings mit einer verzweigten Struktur und aus verschiedenen Zuckerbausteinen. Sie wird deutlich schneller abgebaut als reine Zellulose.
  • Pektine: Der „Mörtel“ zwischen den Zellwänden. Pektine sind leicht löslich und werden in der ersten Phase der Fäulnis sehr schnell von Bakterien zerlegt.
  • Stärke: Als klassischer Energiespeicher der Pflanze ist Stärke zwar vorhanden (vor allem in Knollen, Wurzeln oder Samen von Wasserpflanzen), im vermodernden Material ist sie jedoch kaum noch nachweisbar. Da Stärke eine leicht verdauliche Energiequelle ist, stürzen sich Mikroorganismen als Erstes darauf. Sie wird quasi sofort in Einfachzucker zerlegt und veratmet.

Um auch die NI noch mal fit zu halten:

Ich war mal bei einem Biogasanlagenbetreiber. Da haben wir an vielen Anlagen 50 % Maissilage und 50 % Gülle vergoren. Hört sich erst mal total biologisch an. Allerdings hat Maissilage ungefähr 10 mal mehr Energie als Gülle. Heißt dann, dass über 90 % der Energie immer noch aus Mais kommt und die Gülle eigentlich nur Platz wegnimmt im Gärkübel. (Fun-Fact: Dadurch bleibt die Maissilage weniger länge im Gärbottich und wird weniger gut verstoffwechselt. Wirkungsgrad sinkt. Gab aber nach Erneuerbarem Energien Gesetz den Güllebonus. Top, wenn Leute Gesetze machen in Bereichen, wo sie gar keine Ahnung haben.) Bei vergammelndem Pflanzenmaterial wird es wohl ähnlich sein, dass dieses im Vergleich zu leckeren Insektenlarven oder Schnecken recht wenig Power hat. Und Stärke ist da sicher auch nicht so massiv drin. Diese Energie wird die Pflanze wohl abziehen oder in Samen umwandeln vor dem Absterben.

Fazit: Bin von Stärke im Karpfenfutter echt nicht überzeugt. Kann aber jeder füttern, was er für sinnvoll hält.
 
Zum Glück geht es in diesen Trööt eigentlich um Koifutter und noch genauer um Pondware Pure welches
ein ausgewogenes mit alles wichtigen Bestandteilen hergestelltes Koifutter ist.
Der I- Punkt ist dann noch der überschaubare. Ich meine es bedarf bei dem Futter keine KI Befragung und keine Ergänzung
von Biogasanlagen. Die von Mund zu Mund Empfehlung spricht für sich.
 
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