hallo,
das mit dem vorreiter liest man immer wieder. wenn ein koi handzahm sei, würden die anderen schon nachkommen.
bei mir ist es so, dass nur der chagoi handzahm ist. der chagoi wurde auch speziell mit diesem ansinnen angeschafft. bisher ist seinem beispiel nur ein ginrin benigoi gefolgt. die anderen sehen zwar, dass die beiden großen immer eine handvoll extra in den mund bekommen, aber sie können sich nicht überwinden.
zur ursache: ich denke, es ist wesentlich, wie die koiaufgewachsen sind, bei welchem züchter, unter welchen umständen. wahrscheinlich spielt auch die genetik eine rolle. es gibt doch da dieses berühmte video von einem japanischen züchter, der aus einem vollen becken x- beliebige koi mit der hand herausnimmt und außerhalb des wassers mit der anderen hand füttert. für den züchter natürlich ein schöner reklamegack, denn jeder möchte zutrauliche koi haben.
es wird immer wieder eingeworfen, die fische seien nur hungrig. dem kann ich auch nicht folgen, denn dann müßte es unter futterentzug ja mit jedem koi funktionieren. ich glaube, die wesentliche voraussetzung liegt in den genen. wenn die vorhanden ist, gelingt es mit weing aufwand, die fische zu zähmen. wenn nicht, dann nicht.
bei den säugetieren sieht man doch ganz deutlich, dass auch charaktereigenschaften durch zucht verändert werden (nur dort können wir uns etwas besser einfühlen, da die verwandschaft näher ist).
wobei diese eigenschaften zum teil bewußt herangezüchtet wurden, zum teil aber auch zufällig aufgetreten sind.
lg taxus