Restozon mit UVC vernichten ?

asprey

Mitglied
Hallo,

Habe eine Frage an die Ozon Experten.

Kann man mit UVC restozon vernichten ?

Wenn ja wie stark sollte die UVC sein ?

Gruß
Asprey
 
Hallo Asprey,

klar kann man das. Dafür braucht es auch keine komplexen Berechnungen und Annahmen. Da dieser Prozess sehr sehr schnell abläuft, genügt es sicherzustellen, dass das mit Ozon versetzte Wasser möglichst nicht zu weit von der Lampe entfernt diese passiert.
 
hallöchen jürgen


Juergen-h schrieb:
Hallo Asprey,

klar kann man das. Dafür braucht es auch keine komplexen Berechnungen und Annahmen. Da dieser Prozess sehr sehr schnell abläuft, genügt es sicherzustellen, dass das mit Ozon versetzte Wasser möglichst nicht zu weit von der Lampe entfernt diese passiert.

ich mach auch mit. ;)

aber nur bedingt, das geht aus meinen tests hervor.

jürgen, da musst du vorsichtig, sein ich glaube unter restozonvernichtung versteht asprey was anderes als hier besprochen wird.

wie du schon sagtest in wasser gelöstes ozon, aber er glaubt eher das ganze restozon auf null reduziert und das bringen nicht mal meine 2x105 watt brenner, trotz der blasenfalle, und aktivkohle, klar beim 60er, aber auch bei den kleineren mit 2-4 gr ein prob.

gerhard

.
 
Antwort

Hallo Jürgen und Gerhard,

also meine mit der Restozonvernichtung das ozonisiertes Wasser an der UVC vorbei läuft und dann die Restozonmenge im Wasser beseitigt wird.

Oder welche Möglichkeit ist die besteht um Restozon im Wasser zu entfernen ?

Frage für einen Bekannten. Er ist nicht im Forum angemeldet.

Er lässte einen Sander 1000 mg nur 1 Stunde am Tag laufen.

Momentan lässt er das Wasser über Aktivkohle laufen. Ich meine irgendwo gelesen zu haben das es auch mit UVC Licht gehen würde, finde es aber nicht mehr.


Gruß
Asprey
 
Ich hole das hier mal wieder raus :lol:

Ich baue jetzt eventuell die Luftfalle am Teicheinlauf nochmal um. Es kommen ca. 5m³/h ozonisiertes Wasser an (1 Gramm Sander mit 0², 24/7 und fast 20 g/m³ Konzentration).
Ich könnte so bauen, dass eine kleine UVC Platz findet.

Nun meine Frage: Welche UVC Leistung würde ich denn für eventuell nicht reagiertes (aber gelöstes) Ozon bzw. freie Radikale benötigen?

Ist natürlich nicht einfach, aber vielleicht gibt es da Erfahrungen?
Ich hoffe auf Holger, Mikrobe, Roland und alle anderen :freu:

Viele Grüße
Hans
 
Hallo Hans!

Auf der ewigen Suche nach dem bestmöglichen zerstören von Ozon! :lol:

Wir hatten ja erst eine endlos lange Diskussion zum Thema Ozon, Konzentration, OH-Radikale, ... War sehr interessant und auch bildend!
Bin da jetzt mehr oder weniger durch Zufall auf eine interessante Internetseite gestoßen - Schädlingsbekämpfung bei Pflanzen mit Ozon. In diesem FAQ-Blatt wird eigentlich recht anschaulich und einfach genau auf den Prozess eingegangen, den wir auch beim Teich umsetzen - Ozon in Wasser lösen!
Hier mal der Link: http://www.swissfoodtech.com/mi-qa.php?lang=de

Besonders interessant finde ich den Gedanken, dass Zitat: "OH-Radikale eine noch höhere Oxidationswirkung als Ozon haben und reagieren ausserordentlich schnell mit ihrer Umgebung - typischerweise innerhalb von Millionstelsekunden nach dem Kontakt mit dem Fremdkörper, wo Ozon "nur" in Sekundenbruchteilen wirkt."

Die Zerstörung von Restozon mittels UVC funktioniert angeblich am Besten bei einer gewissen Wellenlänge - 220-280nm. Schau dir den Bericht an!

Persönlich würde ich - wenn überhaupt - einfach eine UVC in den Rücklauf hängen, wo du deinen gesamten Flow gut durchbringst! Kenn jetzt nicht genau deinen Aufbau der Anlage, daher wird es schwierig sein hier Aussagen zu UVC-Leistung machen. Warum denkst du überhaupt, dass du noch Restozon hast? Wie kommst du zu dem Schluß? Oder ist es nur eine Vorsichtsmaßnahme?

lg
Roland
 
Mikrobiologie schrieb:
Hallo Hans,
hansemann schrieb:
Ist natürlich nicht einfach, aber vielleicht gibt es da Erfahrungen?
das in Reihe schalten von UVC nach Ozon ist in der Aquakultur gängiges Verfahren und sehr effektiv.

Hallo Mikrobe,

ja, das stimmt schon, aber reicht z.B. eine gewöhnliche Tauch-UVC (keine Amalgam) für Teiche mit Brutto 20 Watt aus, um Restozon etc. sicher zu eliminieren?
Bei knapp 20 g/m³ Ozonkonzentration und einem flow von 3m³/h bis max. 5m³/h?

Viele Grüße
Hans
 
Danke Roland,

die Seiten mit UVC verstehe ich leider nicht so, Chemie ist zu lange her :lol:

Den anderen Link lese ich mir heute oder morgen genau durch.

Warum denkst du überhaupt, dass du noch Restozon hast? Wie kommst du zu dem Schluß? Oder ist es nur eine Vorsichtsmaßnahme?
Beides :oops:
Habe heute den Sander runtergedreht, die Fische wurden leicht unruhig, was bei ihnen i.d.R. zu einer Schwarmbildung führt. Habe noch 15 Grad im Teich und es kommen ca. 5 m³ Wasser im Keller an (Filterlinie 2). Davon gehen die Hälfte in den Wärmetauscher und die andere Hälfte durch den KHB-Mischer, danach selbstgebauter kleiner Reaktor, dann 2 Mischer (1 mal waagrecht und 1 mal senkrecht). Danach geht es für die 5m³ in einer gemeinsamen 50 mm Leitung ca. 20 Meter zurück in den Teich.
Ich habe Urlaub und Zeit die Fische laufend zu beobachten, ich möchte kein Risko eingehen. Darüberhinaus interessieren mich die Prozesse, die da ablaufen. Zeitgleich habe ich Ozon in einer sehr kleinen IH am Laufen, nur mit Luft und 250 mg. Das hat es erst mal eine satte Sauerstoffzehrung stattgefunden und der Wert viel auf unter 6 mg/l, trotz 40 Watt Hi-Blow für die 750 Liter fassende IH.

Viele Grüße
Hans
 
Also ich bin mal gespannt, wie sich das bei Temp. ab 20 Grad aufwärts verhält. Bei 15 Grad ist die Zerfallszeit trotz guter Einmischung wohl zu lange oder es sind in dem wenigen Wasser (Teilstrombegasung) einfach zu wenig Reaktionsparameter vorhanden. 90 Sekunden von der Erzeugung bis zum Eintritt in den Teich reicht anscheinend nicht aus. Der Teich scheint eventuell auch zu sauber zu sein, er wurde heuer umgebaut und zuletzt Oktober nochmal neu befüllt. Letztes Jahr bei eingelaufenem Teich war keine Verhaltensveränderung bei den Fischen zu beobachten, bei niedrigeren Temp. und gleicher 0³-Konzentration.
2 Gramm mit höchster Konzentration ist eher doch kein Pups, auch nicht bei 20 Meter Rohrleitung und 4 Reaktoren/Mischern.
Notfalls kommt nächstes Jahr ein Säckchen Aktivkohle in die Luftfalle oder eben meine 42 Watt Amalgam-UVC.
Ozon macht süchtig :lol: , aber so ohne ist das anscheined doch alles nicht.
Wer kennt eine Hi-Blow etc. die mind. 0,4 bar drückt? Ungern, aber vielleicht steige ich auf normale Luft als Trägergas um :oops:

Viele Grüße
Hans
 
Hallo Hans,
hansemann schrieb:
ja, das stimmt schon, aber reicht z.B. eine gewöhnliche Tauch-UVC (keine Amalgam) für Teiche mit Brutto 20 Watt aus, um Restozon etc. sicher zu eliminieren?
ich habe Dir eine Mail mit einem ausführlichen Bericht bezüglich UVC und Ozon in Reihenschaltung geschickt.
 
So, interessant aber sehr schwer zu verstehen und vor allen Dingen wie übertragbar auf meinen/einen Teich?
Ich wollte eigentlich wissen, wie stark die UVC-Lesitung sein müsste, um Restozon, freie Radikale etc. kurz vor Teicheinlauf 100% zu beseitigen.
In dem Artikel geht es aber mehr darum, die Wirkung von Ozon zu unterstützen, was in Bezug auf Keimreduzierung scheinbar sehr gute Erfolge zeigt.
Ich stelle jetzt mal die Quintessenz des Artikels hier ein, hoffe das übersetzt jemand für die Allgemeinheit, einige hier können überhaupt kein englisch und babelfish hilft hier wenig :wink:
Und was bedeutet das mit den ca. 50 mJ/cm² bei der UVC? Reicht da meine 50 Watt Amalgam?

Viele Grüße
Hans

Combining ozone dosages of only 0.1-0.2 min mg/L with a UV irradiation dosage of more/= 50 mJ/cm² provides an advanced oxidation process that could consistently produce a post-treatment water nearly free from total coliform and total heterotropic bacteria colony forming units.
 
Hallo Hans,

hier geht einiges durcheinander.

Die Antwort deiner Frage : Die Wattage di du meinst, ist die aufgenommene spezifische elektrische Leistung. Also die Watt, die du an Elektroenergie bezahlst.

Hier geht es aber um Strahlungsenergie.

Die abgegebene Strahlungsleistung wird in W/cm ² oder in mW/cm² angegeben. Diese wird auch las Strahlungsintensität bezeichnet. Sie ist wellenlängenabhängig.

Diese Strahlungsleistung hat natürlich eine gewisse Strahlungsenergie. Du kannst es auch als Strahlungsdosis nennen. Diese wird in Ws/cm² = J/cm² = mWs/cm² = mJ/cm² angegeben.

Wie du siehst ist in dem Meßwert Strahlungsenergie bzw. Dosis der Zeitfaktor mit eingeflossen. Also die Strahlungsleistung mit der dazugehörigen Zeiteinheit.
Also ganz platt gesagt. Wieviel Strahlungsenergie zur jeweiligen Zeiteinheit auf eine bestimmte Fläche eingewirkt hat.
Daher kommt deine Einheit mJ/cm².

Setze das nicht mit der Angabe UVC von Hersteller xy mit 55 Watt gleich. Das sind völlig unterschiedliche Schuhe. Die Angaben zur Strahlungsenergie bekommst du nur beim Hersteller, auf Packungen steht da nix.

Für Deine Antwort muß man also erstmal wissen, die Wellenlänge der UV die benötigt wird. Ich gehe mal von unseren angestrebten Wellenlänge von 254nm aus. Das heißt also man sollte seinen Hersteller erstmal fragen ob besagte UVC lampe auch in dem Bereich arbeitet und wieviel Außstoß in diesem Wellenbereich ist.
Dann bekommt man einen Wert in W. Beispiel. Eine 30 Watt -Röhre von Steril hat laut Datenblatt eine 15 W Ausstoß in diesem Wellenbereich max. Das heißt , das unsere 30 Watt ( elektrische aufgenommene Leistung Lampe ) für uns nutzbare Leistung in unserem gewünschten Wellenlängenbereich nur von 15 W hat. Also ungefär die Hälfte. So weit so gut. Nun muß man wissen wie die Strahlungsintensität der Lampe im Bezug zum Abstand zum zu verbrutzelden Medium ist. Also wie weit ist der Keim bzw. das böse Ozonmolekühl von der Lampe entfernt, und wieviel kommt da an von unseren nutzbaren UVC. In unserem Beispiel wieviel von den 15W Strahlungsausstoß. Da wirs dann schon schwierig, da es dafür kaum Daten gibt, weil je trüber das Medium ( bei uns Teichwasser, je weniger kommt am Schlachtfeld ( Ort des Geschehens ) noch von der Intensität an.
Faustregel. Strahler immer an der sauberten Stelle im Filtersystem unterbringen, und der Abstand zum bestrahlenden Körber ( Keim Bakki oder hier Ozonmolekühl so klein wie möglich halten. ( cm )
In unserem Beispiell würden in 1m Entfernung nur noch max. 145 mykroWatt pro cm² ankommen. Dat ist so gut wie nix. Also immer dicht ran. Ich würde aus dem Bauch heraus sagen. Der Abstand zur UVC Lampe nicht mehr als 15 cm. Also vorstellbar. 25cm Durchmesser Rohr mit einer Mittigen UVC Lampe.
Zu guter lezt muß man jetzt noch wissen, wie langsam das belastete Wasser mit den Keimen oder unserem bösen Ozonmolekühl da vorbei fließen muß. Den nun kommt die Zeiteinheit mit ins Spiel.
Also wie langsam muß das " versiffte Wasser " ( oder anders das Wasser mit gelößtem Restozon ) daran vorbei.
Denn dann weiß man , wie langsam der Flow sein muß, oder im Umkehrschluß, wie lang die UVC Strecke werden muß um in der Zeit in der das Wasser daran vorbei geht alles an Restozon zu treffen.
Diesen Zeitwert kann ich dir aber nicht sagen, da sich das meinem Wissen entzieht. Microbe kann dir da bestimmt mehr zu sagen.

Die Materie ist nicht einfach zu verstehen, und ist in der Praxis ebend sehr viel abhängiger von unterschiedlichen Faktoren. ZB. Welche Plpürre läuft da vorbei, also wie sauber ist das Wasser, wie ist die Strahlungsleistung der UVC lampe noch, aber nur im besagten Wellenbereiich, usw.

Deshalb halte ich einen Ozontest als so wichtig. Damit man anhand des Testet sieht, ob noch gelößtes Restozon vorhanden ist , um es dann durch weitere Behandlung weckzubekommen, oder ebend weiß wan genug ist , um den Ozi zu steuern.

Ozontests gibts ja. Merck ist da gut und sehr feinfühlig, hatte Microbe ja auch schon gesagt, glaube ich.
Desweiteren hatte Holgi ja schon nen super Tip gegeben. Bei Verwendung eines Redoxmessers haut der Meßwert bei Restozon schlagartig ab nach oben, und man weiß bescheid.

Also um es kurz zu sagen. Eine genau Zahl wird dir wohl keiner sagen können, da es alleine schon an den Ausgangswerten der verwendeten Lampenmangeln wird. Denn sind wir doch ehrlich. Wer kennt diese Daten seiner UVC. Bei den Marken kann man nachfragen, klar. Aber die Mehrzahl benutzt China und Co. Da weiß kein Sch.... was das Dingen für werte hat.

Also bleibt nur das rantasten über Kontrolle mit Meßtest und oder Redoxmesser, unter berücksichtigung das man im Vorfeld schon so gut wie möglich alles absichert. Im Zweifelsfall,lieber längere UVC Sträcke einplanen.

Und noch eins: Ozon ist farblos und geruchlos. Was wir immer als Ozongeruch bezeichnen , ist die Verbindung des zw. den gespaltenen Sauerstoffatomen mit ihren Reaktionspartnern. Also die Reaktionsprodukte aus dem Gespaltenen Sauerstoff und Stickstoffverbindungen und Verunreinigungen in Luft und Wasser.

Ich hoffe ich konnt bissel Licht ins Dunkel bringen, zumindest erklären woher bzw. den Zusammenhang der ominösen Meßwerteinheit.

Vielleicht kann Microbe noch ergänzen, bzw. verbessern falls ich nen Fehler drinn hab. ( bin ja kein Physiker oder Chemiker.)

Grüßle
:) :)
 
Danke Ralf,

Dann bekommt man einen Wert in W. Beispiel. Eine 30 Watt -Röhre von Steril hat laut Datenblatt eine 15 W Ausstoß in diesem Wellenbereich max. Das heißt , das unsere 30 Watt ( elektrische aufgenommene Leistung Lampe ) für uns nutzbare Leistung in unserem gewünschten Wellenlängenbereich nur von 15 W hat. Also ungefär die Hälfte
Also ich meinte das schon so, Bruttoleistung meiner UVC z.B. 42 Watt, netto UVC-Leistung um die 12 Watt. Somit weniger als die genannten 50 mJ/cm².
Desweiteren hatte Holgi ja schon nen super Tip gegeben. Bei Verwendung eines Redoxmessers haut der Meßwert bei Restozon schlagartig ab nach oben, und man weiß bescheid.
Nicht bei 0² als Trägergas, hat er auch geschrieben :wink:
Bei 0² haut es den Redoxwert auch nur mal so nach oben, habe ich zumindest so interpretiert.
Hoffe auch auf Mikrobe, Holgi ist wohl wenig online :roll:

Viele Grüße
Hans
 
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