Hallo Hans,
hier geht einiges durcheinander.
Die Antwort deiner Frage : Die Wattage di du meinst, ist die aufgenommene spezifische elektrische Leistung. Also die Watt, die du an Elektroenergie bezahlst.
Hier geht es aber um Strahlungsenergie.
Die abgegebene Strahlungsleistung wird in W/cm ² oder in mW/cm² angegeben. Diese wird auch las Strahlungsintensität bezeichnet. Sie ist wellenlängenabhängig.
Diese Strahlungsleistung hat natürlich eine gewisse Strahlungsenergie. Du kannst es auch als Strahlungsdosis nennen. Diese wird in Ws/cm² = J/cm² = mWs/cm² = mJ/cm² angegeben.
Wie du siehst ist in dem Meßwert Strahlungsenergie bzw. Dosis der Zeitfaktor mit eingeflossen. Also die Strahlungsleistung mit der dazugehörigen Zeiteinheit.
Also ganz platt gesagt. Wieviel Strahlungsenergie zur jeweiligen Zeiteinheit auf eine bestimmte Fläche eingewirkt hat.
Daher kommt deine Einheit mJ/cm².
Setze das nicht mit der Angabe UVC von Hersteller xy mit 55 Watt gleich. Das sind völlig unterschiedliche Schuhe. Die Angaben zur Strahlungsenergie bekommst du nur beim Hersteller, auf Packungen steht da nix.
Für Deine Antwort muß man also erstmal wissen, die Wellenlänge der UV die benötigt wird. Ich gehe mal von unseren angestrebten Wellenlänge von 254nm aus. Das heißt also man sollte seinen Hersteller erstmal fragen ob besagte UVC lampe auch in dem Bereich arbeitet und wieviel Außstoß in diesem Wellenbereich ist.
Dann bekommt man einen Wert in W. Beispiel. Eine 30 Watt -Röhre von Steril hat laut Datenblatt eine 15 W Ausstoß in diesem Wellenbereich max. Das heißt , das unsere 30 Watt ( elektrische aufgenommene Leistung Lampe ) für uns nutzbare Leistung in unserem gewünschten Wellenlängenbereich nur von 15 W hat. Also ungefär die Hälfte. So weit so gut. Nun muß man wissen wie die Strahlungsintensität der Lampe im Bezug zum Abstand zum zu verbrutzelden Medium ist. Also wie weit ist der Keim bzw. das böse Ozonmolekühl von der Lampe entfernt, und wieviel kommt da an von unseren nutzbaren UVC. In unserem Beispiel wieviel von den 15W Strahlungsausstoß. Da wirs dann schon schwierig, da es dafür kaum Daten gibt, weil je trüber das Medium ( bei uns Teichwasser, je weniger kommt am Schlachtfeld ( Ort des Geschehens ) noch von der Intensität an.
Faustregel. Strahler immer an der sauberten Stelle im Filtersystem unterbringen, und der Abstand zum bestrahlenden Körber ( Keim Bakki oder hier Ozonmolekühl so klein wie möglich halten. ( cm )
In unserem Beispiell würden in 1m Entfernung nur noch max. 145 mykroWatt pro cm² ankommen. Dat ist so gut wie nix. Also immer dicht ran. Ich würde aus dem Bauch heraus sagen. Der Abstand zur UVC Lampe nicht mehr als 15 cm. Also vorstellbar. 25cm Durchmesser Rohr mit einer Mittigen UVC Lampe.
Zu guter lezt muß man jetzt noch wissen, wie langsam das belastete Wasser mit den Keimen oder unserem bösen Ozonmolekühl da vorbei fließen muß. Den nun kommt die Zeiteinheit mit ins Spiel.
Also wie langsam muß das " versiffte Wasser " ( oder anders das Wasser mit gelößtem Restozon ) daran vorbei.
Denn dann weiß man , wie langsam der Flow sein muß, oder im Umkehrschluß, wie lang die UVC Strecke werden muß um in der Zeit in der das Wasser daran vorbei geht alles an Restozon zu treffen.
Diesen Zeitwert kann ich dir aber nicht sagen, da sich das meinem Wissen entzieht. Microbe kann dir da bestimmt mehr zu sagen.
Die Materie ist nicht einfach zu verstehen, und ist in der Praxis ebend sehr viel abhängiger von unterschiedlichen Faktoren. ZB. Welche Plpürre läuft da vorbei, also wie sauber ist das Wasser, wie ist die Strahlungsleistung der UVC lampe noch, aber nur im besagten Wellenbereiich, usw.
Deshalb halte ich einen Ozontest als so wichtig. Damit man anhand des Testet sieht, ob noch gelößtes Restozon vorhanden ist , um es dann durch weitere Behandlung weckzubekommen, oder ebend weiß wan genug ist , um den Ozi zu steuern.
Ozontests gibts ja. Merck ist da gut und sehr feinfühlig, hatte Microbe ja auch schon gesagt, glaube ich.
Desweiteren hatte Holgi ja schon nen super Tip gegeben. Bei Verwendung eines Redoxmessers haut der Meßwert bei Restozon schlagartig ab nach oben, und man weiß bescheid.
Also um es kurz zu sagen. Eine genau Zahl wird dir wohl keiner sagen können, da es alleine schon an den Ausgangswerten der verwendeten Lampenmangeln wird. Denn sind wir doch ehrlich. Wer kennt diese Daten seiner UVC. Bei den Marken kann man nachfragen, klar. Aber die Mehrzahl benutzt China und Co. Da weiß kein Sch.... was das Dingen für werte hat.
Also bleibt nur das rantasten über Kontrolle mit Meßtest und oder Redoxmesser, unter berücksichtigung das man im Vorfeld schon so gut wie möglich alles absichert. Im Zweifelsfall,lieber längere UVC Sträcke einplanen.
Und noch eins: Ozon ist farblos und geruchlos. Was wir immer als Ozongeruch bezeichnen , ist die Verbindung des zw. den gespaltenen Sauerstoffatomen mit ihren Reaktionspartnern. Also die Reaktionsprodukte aus dem Gespaltenen Sauerstoff und Stickstoffverbindungen und Verunreinigungen in Luft und Wasser.
Ich hoffe ich konnt bissel Licht ins Dunkel bringen, zumindest erklären woher bzw. den Zusammenhang der ominösen Meßwerteinheit.
Vielleicht kann Microbe noch ergänzen, bzw. verbessern falls ich nen Fehler drinn hab. ( bin ja kein Physiker oder Chemiker.)
Grüßle
