Keimzahlen im Koiteich

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Wie hoch ist die Gesamtkeimzahl in Koiteichen?

  • Tiefer 1‘000 KBE/ml

    Stimmen: 0 0,0%
  • Höher 1‘000 KBE/ml

    Stimmen: 3 21,4%
  • Höher 10‘000 KBE/ml

    Stimmen: 4 28,6%
  • Höher 50‘000 KBE/ml

    Stimmen: 3 21,4%
  • Höher 100‘000 KBE/ml

    Stimmen: 2 14,3%
  • Höher 500‘000 KBE/ml

    Stimmen: 1 7,1%
  • Höher 1‘000‘000 KBE/ml

    Stimmen: 1 7,1%

  • Umfrageteilnehmer
    14
Hallo ,

bei der Auswahl der Fischmenge kommt es meiner Meinung nach auch auf die Gärten an, vorausgesetz natürlich man hat seinen Teich im Griff (':lol:') In einem klassischen Japangarten sind 5 Gosanke Jumbos mehr wie ein Wuselschwarm Ojia Allerlei . Im Gegensatz dazu, paßt in individuell gestalteten Gärten meiner Meinung nach , so ein Gewusel genau hinein .
Wolfgangs Teichbeispiel zeigt mir einmal mehr das das bedachte nachsetzen von Koi einen Löwenanteil an den Teichkonstellationen haben . Und wer bringt die meisten neuen Keime mit ? Neue Koi . Um dies zu beweisen müßten alle möglichen Keimstämme vor und nach dem Besatz erfasst werden ,und während der Aklimatitation der neuen Fische natürlich auch . So komplex wäre das Dänu . Wäre das überhaupt machbar ?

Jeden Tag ein neues Feuerwerk Wolfgang. :thumleft:

Gruß Stephan
 
Hallo Stephan

natürlich ist das machbar. Ich fange damit gleich an! :wink: :lol:

Aber im ernst. Das ist sicher machbar aber nur wenn diese Arbeit hauptberuflich getätigt werden könnte und es würden sicher auch einige Fische draufgehen.

Übrigens, kennst du die Luzerner Fasnacht. Dies wäre ein idealer Ort um deine überschüssige Energie (Feuerwerk) los zu werden. :lol: :lol: :wink:

Gruss Dany
 
Siehst du Dänu ,

wirklich aussagekräftige Studien wären eben nur mit viel Aufwand durchführbar . Also gehen die Leute eben weiter den Weg des Ausschlußverfahrens . Ganz nach dem Motto , das letzte war nicht gut genug , muß ich etwas neues ausprobieren . Und auch hier werden wohl mehrere Wege nach Rom führen .

Wir haben bei uns auch sowas ähnliches wie eure Fastnacht :lol: geht schon am 11.11 Los und hört Aschermittwoch auf . Deswegen bin ich im Moment so kurz davor, noch mit soviel überschüssiger Energie .

Gruß Stephan
 
Hallo Mic,


also ich denk mir ohne das wissenschaftlich nachweislich mit Fakten (':wink:')überprüft zu haben , daß, wenn Fische aus anderen Habiaten versetzt werden , dort andere Wasserparameter und Lebensbedingungen vorherschten .(':idea:')Folgedessen gibts da bestimmt auch andere Keime . Wenn jetz ein solcher Fisch aus dieser Flora und Fauna mit einer Tüte Wasser in ein anderes Biotop verbracht wird, nimmt er die für ihn Habiattypischen Keime, die an sich ja nichts schlimmes sind, mit .(':roll:') Oder ? Also neuer Fisch = neue Keime.Oder ? Der ganze Fisch ist voller Keime (':shock:')welche sich unter Umständen erst einmal etablieren müssen . (':D')Was hälst du z.B. davon daß selbst die Züchter untereinander vorsichtig sind ? (':stille:') So sollten von vorne herein die Fische bestimmter Züchter direkt nach Import besser auch nicht miteinander vergesellschaftet werden ?('8)')Vielleicht sollte auch erstmal das Wort Keim in diesem Zusammenhang definiert werden .

Gruß Stephan
 
Hallo Stephan,
fishnet schrieb:
Folgedessen gibts da bestimmt auch andere Keime .
das ist durchaus wahrscheinlich.
fishnet schrieb:
Wenn jetz ein solcher Fisch aus dieser Flora und Fauna mit einer Tüte Wasser in ein anderes Biotop verbracht wird
Wer den Neuling mit dem Inhalt in der Tüte in seinen Teich gibt ist selten dämlich. Es gibt unter Profis ein eisernes Gesetz, kein Wasser aus dem Transportbehälter in die neue Umgebung.
fishnet schrieb:
nimmt er die für ihn Habiattypischen Keime, die an sich ja nichts schlimmes sind, mit . Also neuer Fisch = neue Keime, welche sich unter Umständen erst einmal etablieren müssen .
Das kann durchaus sein.
Ich stelle mir das Ganze jetzt einmal bildlich vor. Eine gewisse (relativ kleine) Menge Keime von ein bis zwei Fischen wollen über einen Teich mit 30000 Liter Inhalt und 15-20 Koi und deren Keimbelastung die Herrschaft übernehmen. Das müssen aus meiner Sicht geradezu Superkeime sein. Denn bei den Mikroben gilt erst mal das Dominanzprinzip. Der Stärkere, also in der Regel der mit mehr Gefolgschaft, oder der, der am besten sich an die vorhandenen Bedingungen angepasst hat, übernimmt das Kommando. Aus meiner Sicht ist dies für die Neulinge mehr als schwierig. Dürfte, wenn überhaupt, nur in einem System funktionieren das bereits völlig aus der Balance ist.
Ich halte es für wahrscheinlicher, dass die etablierte Mikroflora den Neulingen zeigt wo es langgeht.
Koi haben generell ein Problem mit abrupten Änderungen in ihrer Haltung. Dies betrifft z.B. Temperatur, pH-Wert, Härte, Salzgehalt und eben auch Keimbelastung. Ein Umzug in ein neues Zuhause ist für den Neuling echter Stress und beeinträchtigt dessen Immunsystem, denn es kommen eventuell ganz andere Haltungsbedingungen auf ihn zu. Ich erwarte daher eher die Quelle der Schwierigkeiten bei den Neulingen, und zwar durch die ungewohnten Gegebenheiten in dem neuen Zuhause.
Koi stellen sich übrigens auf die Keimbelastung in ihrer Umgebung ein. Dafür benötigen sie allerdings ausreichend Zeit. Bei schneller Veränderung der Keimzahl reagieren sie zunächst mit verstärkter Schleimbildung (den Effekt hat bekanntlich auch Salz in bestimmter Konzentration). Dies ist eine wunderbare Sache aus Sicht bestimmter Parasiten, denn dies bedeutet zunächst Schutz in der Schleimschicht und Nahrung im Überfluss für sie. Im zweiten Schritt wird aber auch die Haut dünner und damit anfälliger für Parasiten und Keime. Die Kombination Stress, dünnere Haut, vermehrte Parasiten und veränderte Keimbelastung dürfte zu den Problemen führen. Hat der Koi genug Zeit sich auf die Situation einzustellen, normalisiert sich auch die erste Abwehrbarriere gegen Erkrankung, die Haut mit ihrer Schleimschicht.
Eine Möglichkeit, die Koi zu unterstützen, ist die Gabe von mit hoher Menge (1-2 g pro kg) an Vitamin C angereichertem Futter für einige Zeit.
Danach eventuell Knoblauch und Ingwer in das Futter mischen.
Wie bei allen Immunbustern ist dies nicht über einen längeren Zeitraum ratsam.

Gruß Mikrobe
 
Ja Mic,

wollte nur verdeutlichen das der Fisch ja mit dem nicht gaaanz so optimalen Tütenwasser hierher kommt . Das das Tütenwasser nicht unbedingt in den Teich gehört wo Fische drinn sind , ist gut das du das nochmal erwähnt hast .Hätte für einen Neuling wirklich falsch rüberkommen können (':thumright:')
Die Keime sind ja im und auf dem Fisch , vielleicht auch noch ein par mehr wie gewöhnlich durch das Kloakenwasser ?
Das etablierte Keime den Ton angeben wollen und in den meisten Fällen auch werden ist auch klar . Kann man aber nicht nachvollziehen wenn es denn mal knallt wer die Hosen anhatte . Wäre es in einigen Fällen nicht möglich im noch nicht so gut funktionierenden Teich das diese par Keime das ganze als I Tüpfelchen sozusagen nicht alles aus dem Lot bringen . Genauso funktioniert es auch anders herum . Dann sind die Altkoi zunächst noch fit . Diese Fitnes wird ihnen aber genommen da ja meist , und auch notwendigerweise? der ganze Teich behandelt wird . Neue Teiche sind meist übrigens völlig aus der Balance. Werden hier wahllos von verschiedenen Züchtern und Händlern Koi eingesetzt ist Chance das es nicht gutgeht sehr gut . Eine Sache alleine bewirkt einen Gau nicht , aber wenn die Voraussetzungen gegeben sind gehts dann eben erst richtig los . Wie du schon beschrieben hast spielen die Parasiten dabei eine nicht unerhebliche Rolle . Das mit dem Schleimhaut Aufbau , dadurch bedingtem Nahrungsüberschuß , verkriechen der Parasiten darunter usw. ist Fakt . Ruhe und Zeit (unter Abwägung ob eine Behandlung nötig ist oder wenn wie , oder gar nicht) ist hier die beste Medizin . Stattdessen wird oft ins Blaue oder mit schlechten Dosierungen erstmal falsch behandelt . Da braucht man sich dann natürlich nicht zu wundern wenn dies eher förderlich für die latenten Verursacher ist . Die mitgebrachten Parasiten weisen zudem noch Resistenzen auf . Das Imunsystem der Altkoi hat keine Antwort auf diese Dinge der neuen Koi und das Imunsystem der neuen Koi auch keine Antwort auf die Dinge welche im neuen Teich vorherschen so nimmt das Schicksal seinen Lauf .

Gruß Stephan
 
Hallo ,

gestern war auf N24 wieder einmal ein schöner Bericht zu was diese Mikroben so alles imstande sind . Es ist schon so wie ich es oben am Hautbeispiel angesprochen habe . Es wurde darauf hingewiesen, daß bei beispielsweise "normalem"Keimbefall die neuen der Pseudosterilasitation dienlichen Hausmittel wenn überhaupt überwiegend die harmlosen Keimstämme dezimieren . Dadurch würde ein Ungleichgewicht in den Keimkolonieen entstehen, hieß es , was nur ein Ausbreiten der wirklich Krankmachenden Keime begünstigt da diese unter anderem von dem Überangebot an Nahrung provitieren und somit die Lücken schließen . Deswegen werden Überlegungen angestellt daß der Gesetzgeber veranlaßt diese Mittel wieder vom Markt zu nehemen hieß es .

Wenn diese Situation nun auch gedanklich auf den Teich übertragen wird, müßte eigentlich klar sein das Chemie im funktionierenden Teich nichts zu suchen hat . Quarantänebecken mit verarmter Biologie sind somit wesentlich kalkulierbarer , haben bei Medikation deswegen generell auch die besseren Resultate . Wurmbehandlungen mal außen vor .

Gruß Stephan
 
Hallo,

ich sehe da eher woanders ein Problem:

Nehmen wir an es kommen neue Fische in einen Teich und nehmen wir weiter an für die Neuen sind die Keime der bereits vorhandenen Teichfische unbekannt und für die Teichfische sind die Keime der Neuen unbekannt, dann sind zwei Sachen relevant :

a. sind die Teichbdingungen so, daß die Keime eine für sie
ideale Umgebung vorfinden

b. wer ist schneller Immunsystem oder Keime.

Je nachdem wird es Probleme geben.

Gruß Wolfgang
 
Stimmt ,

auch diese Konstelation ist hausgemacht , und bei Fahrlässigkeit kann es keine natürlichen Abwehrmechanismen geben .Wäre also nur noch zu überlegen wie dieser Mißstand zu umgehen wäre . Wolfgang sehe ich das richtig, daß du als Abdichtung eine eingehängte Folie hast ?

Gruß Stephan
 
Hallo,

nein, ich habe meinen Teich aus GFK selbst gebastelt, er hat ein Hauptbecken, 2 Pflanzbecken und das Filter alles aus GFK.

Gruß Wolfgang
 
Danke Wolfgang ,

schade dann hätte man sehen können, daß auch Faltenfolienteiche funktionieren , und nicht die Relevanz auf den Keimdruck haben, welcher ihnen manchmal zugeschrieben wird .

Gruß Stephan
 
Hallo,

ich halte Falten schon für problematisch, vorallem weil die Gefahr besteht, daß sich hier anaerobe Bereiche bilden.

Gruß Wolfgang
 
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