Winterfutter/Herbstfutter

@ Klaus,
Deine Meinung ist bestens bekannt, ihre Herkunft und Begründung ebenso. Aber darüber hinaus eben auch, dass sich die Welt und die wissenschaftlichen Erkenntnisse in den letzten 30 Jahren weiter gedreht haben. Aber halt nicht bei Dir.

@ Ekki,
auch diese Zahlen sind allseits bekannt. Nur ist die Bruttoenergie noch lange nicht die umsetzbare oder gar die Nettoenergie. Die Fettverdauung beansprucht durch die notwendige enzymatische Emulsion einen aufwändigen Arbeitsgang mehr. Und der ist unter anderem(!!) von der Temperatur und von der Beschaffenheit der Fette abhängig. Der notwendige Aufwand steigt mit abnehmender Temperatur und der Zunahme der Längerkettigkeit und des Schmelzpunkts der Fette. Aber das sind alles nur Teilaspekte.

Petro
 
Wie meinst du das Petro?

Für die eigentliche Fettverdauung (im Darm) werden doch nur die Triglyceride durch Lipasen in eine Fettsäure und das entsprechende Diglycerid zerlegt, damit die Moleküle durch die Darmwand geschleust werden können. Das hat doch erst einmal nichts mit der Kettenlänge der FS bzw. der Anzahl der Mehrfachbindungen zu tun ... oder doch?
Das ist ein energieschluckender Schritt.

Wenn Kohlenhydrate aufgenommen werden, dann sind das in der Regel Polysaccharide oder evtl. Oligosaccharide (wenn vorher fermentiert wurde).
Die langkettigen Moleküle müssen genau so enzymatisch durch Amylasen zerlegt werden, bevor die Di- und Monosaccharide die Darmwand passieren können. Auch diese enzymatische Hydrolyse benötigt Energie, das ist klar.

Welchen zusätzlichen energiezehrenden Schritt habe ich übersehen?
 
Petro Wendelstain schrieb:
@ Klaus,
Deine Meinung ist bestens bekannt, ihre Herkunft und Begründung ebenso. Aber darüber hinaus eben auch, dass sich die Welt und die wissenschaftlichen Erkenntnisse in den letzten 30 Jahren weiter gedreht haben. Aber halt nicht bei Dir.

Petro

Und du spielst hier den Papst ....

....dem man einfach so glauben muß ...ohne jeden Beweis :lol:

Die Herkunft deiner Begründungen bleiben jedoch im Nebel...

......sehr zielführend ... super Forenschreiber ! :thumright:



Klaus,
dessen letzte Teilnahme an einer Vorlesung/Vortrag zu diesem Thema so ca. 5 Jahre her ist ( keine 30 Jahre !!)

Und der sich noch wehrt , das alle Dissertationen die nach Anno 2005
geschrieben wurden , und Bezug auf Fachliteratur von vor Anno 2000 nehmen,
jetzt veraltet und sogar ungültig sein sollten !!
 
Deine Meinung ist bestens bekannt, ihre Herkunft und Begründung ebenso.
Hat etwas mit "Schrecken" zu tun, oder :lol:
Lars Dettmann, Prof. Schreckenbach und Tamara Frank sind/waren Anhänger eines P/F-Verhältnisses von 3:1 bis 2:1, egal ob Sommer, Winter usw.
Lars und der Prof. kamen aus einem Stall (nicht abwertend gemeint), beide waren Koryphäen in der Aquakultur/Teichwirtschaft, wobei Lars mal 2 Koi in einen seiner Forellteiche warf.
Tamara Frank hat zufällig das Thema aufgegriffen, als Koi Menü "ins Leben gerufen wurde", sie bestätigt ja auch netterweise den "ordnungsgemäßen" Produktionsprozess von Koi Menü, natürlich uneigennützig :wink:
Ich bin zu Anfängen meiner Koizeit auch begeistert von den vielen interessanten Forenbeiträgen von Lars gewesen, und auch die beiden Artikel im KK von Prof. Schreckenbach (u.a. Energiemangelsyndrom bei Koi wegen falschem Futter bzw, P/F-Verhältnis) schienen mir interessant.
Jetzt sehe ich das anders, zumindest für meinen beheizten Teich und 9-10 Monate Futter im Jahr.
Da ist es egal ob mehr Fett, weniger Fett, viel oder wenig KH, mir wurde sogar von fachkompetenter Seite zur Futteraussetzung für Jan. und Feb. geraten, wohlgemerkt bei meinen gut konditionierten Tieren.

Viele Grüße
Hans
 
hansemann schrieb:
Ich bin zu Anfängen meiner Koizeit auch begeistert von den vielen interessanten Forenbeiträgen von Lars gewesen, und auch die beiden Artikel im KK von Prof. Schreckenbach (u.a. Energiemangelsyndrom bei Koi wegen falschem Futter bzw, P/F-Verhältnis) schienen mir interessant.

Jetzt sehe ich das anders, zumindest für meinen beheizten Teich und 9-10 Monate Futter im Jahr.

Viele Grüße
Hans

...haben die von dir genannten Damen und Herren also alle keine Ahnung ?
...oder stümperhaft geforscht ?
... oder gar gelogen um uns Koiheinis mal eins "überzubraten" ?


...oder hat dir jemand nur ein wenig öfter " was ins Ohr geflüstert" ??

.... und es geht wirklich nicht um Gewinnoptimierung usw. ??


Alle deutlich anders lautenden Schriften mit quasi wissenschaftlichem Gewand ,
die ich bisher gelesen habe , hatten immer einen kommerziellen Beigeschmack!!
... es waren fast immer Studie von Futterverkäufern/Herstellern usw.
 
Hallo Hans,
hansemann schrieb:
Energiemangelsyndrom bei Koi wegen falschem Futter bzw, P/F-Verhältnis) schienen mir interessant.
interessant für mich ist vor allem eines an dem EMS, außer in Deutschland (besser deutschsprachiger Raum) kennt nach meinem Wissensstand das niemand, und zwar weltweit.
hansemann schrieb:
Da ist es egal ob mehr Fett, weniger Fett, viel oder wenig KH,
Es gibt wohl kaum ein Thema bei dem in Foren mehr Unsinn verbreitet wird als bei Fett und Kohlenhydrate für Koi.
hansemann schrieb:
mir wurde sogar von fachkompetenter Seite zur Futteraussetzung für Jan. und Feb. geraten, wohlgemerkt bei meinen gut konditionierten Tieren
Du hast Du einen kompetenten Ratgeber, wenn Dir auch die Rahmenbedingungen genannt wurden.
 
...haben die von dir genannten Damen und Herren also alle keine Ahnung ?
...oder stümperhaft geforscht ?
... oder gar gelogen um uns Koiheinis mal eins "überzubraten" ?

...oder hat dir jemand nur ein wenig öfter " was ins Ohr geflüstert" ??

.... und es geht wirklich nicht um Gewinnoptimierung usw. ??

Alle deutlich anders lautenden Schriften mit quasi wissenschaftlichem Gewand, die ich bisher gelesen habe , hatten immer einen kommerziellen Beigeschmack!!
... es waren fast immer Studie von Futterverkäufern/Herstellern usw.

Nein Klaus, Ahnung mit Sicherheit, aber die Bedingungen Karpfen/Forellen in der Teichwirtschaft/Aquakultur sind nicht so einfach 1:1 auf unsere Koiteiche zu übertragen. Auch die Futtermühlen haben sich dem techn. Fortschritt nicht entzogen, und es gibt mittlerweile bestimmt mehr geeignete Futtersorten speziell für Koi als vor 10 Jahren.
Immer mehr koikichi heizen ihre Teiche, sorgen sich ganzjährig um das Wohl ihrer Fische, nehmen auch Geld in die Hand um ihnen optimale Bedingungen zu bieten etc.

@mikrobe
Ja, die Rahmenbedingungen meines Teiches hatte ich vorher genannt.

Wie bereits schon mal erwähnt, ich brauche kein Winter-/Herbst- oder Frühjahrsfutter, mind. 16 Grad habe ich 9-10 Monate im Jahr und der Rest geht auch ohne Futter, wenn die Koi gut konditioniert sind.

Viele Grüße
Hans
 
Nein Klaus, Ahnung mit Sicherheit, aber die Bedingungen Karpfen/Forellen in der Teichwirtschaft/Aquakultur sind nicht so einfach 1:1 auf unsere Koiteiche zu übertragen. Auch die Futtermühlen haben sich dem techn. Fortschritt nicht entzogen, und es gibt mittlerweile bestimmt mehr geeignete Futtersorten speziell für Koi als vor 10 Jahren.

Hallo Hans,

will jetzt nicht zu nahe treten, aber ich möchte an eine Diskussion erinnern, wo bis heute noch im Raum steht wo der große Unterschied zwischen Entengrütze und so manchem Koifutter ist.

Dass es Ausnahmen am Futtersektor gibt, mit ganz speziellen Rezepturen und Zutaten will ich sicher nicht bestreiten, aber das Zeugs was zu 90% in unsere Teiche wandert - da halte ich bis auf die Verpackung und die eventuelle Einfärbung von so manchem Futter den Unterschied zwischen Aquakultur und Koiteich marginal!

Und gerade in der Aquakultur wird tunlichst darauf geachtet, die Ammoniakausscheidungen so gering wie möglich zu halten - da gibts ja auch ganz andere Besatzdichten als in unseren Koiteichen!

Nur, ich will hier sicher keine neue Diskussion in diese Richtung lostreten - genau werden wir es wohl nie erfahren. Wären ja auch schön dumm :wink:

lg
Roland
 
Hallo Roland,

das ist sicher diskussionswürdig.
Ich füttere auch mal ein paar kg Forellenfutter im Sommer (sinkend ist für die Fische auch mal eine Abwechslung), aber höchstens ein 40/12er.
Das schadet unseren Koi bestimmt nicht.

Lobo z.B. füttert seit Jahren Sommer wie Winter nur Forellenfutter und seine Fische leben auch noch, denke ich :mrgreen:

Andererseits frage ich mich dann wieder, warum füttern Koizüchter/Koihändler nicht generell ein einfaches Karpfenfutter?
Na, ja, vielleicht tun sie es ja :lol:

Viele Grüße
Hans
 
Mikrobiologie schrieb:
interessant für mich ist vor allem eines an dem EMS, außer in Deutschland (besser deutschsprachiger Raum) kennt nach meinem Wissensstand das niemand, und zwar weltweit.

Hallo Mikrobe!

Könnte dies daran liegen, dass es sich hier um ein Land handelt, in dem der Koi in sehr großer Zahl, in einem sehr langem Zeitraum, bei sehr ungünstigen Temperaturbedingungen verbringt?
Mit sehr ungünstig und sehr lange verbinde ich Temperaturen von 12°C bis 4°C in einem Zeitraum von 6 Monaten.
Hierbei würde ich ein Ost-Westgefälle für relevant halten.

hansemann schrieb:
Wie bereits schon mal erwähnt, ich brauche kein Winter-/Herbst- oder Frühjahrsfutter, mind. 16 Grad habe ich 9-10 Monate im Jahr und der Rest geht auch ohne Futter, wenn die Koi gut konditioniert sind.

Hallo Hans!

Damit bist Du aber die Ausnahme, und wohl auch am Thema vorbei.
Für 95% der Koi gilt wohl eher 6 Monate wenig und kein Futter. Ich setze daher in den Fällen auf Konditionierung mittels Fetteinlagerung für die Zeit ohne Futter.
 
Damit bist Du aber die Ausnahme, und wohl auch am Thema vorbei. Für 95% der Koi gilt wohl eher 6 Monate wenig und kein Futter. Ich setze daher in den Fällen auf Konditionierung mittels Fetteinlagerung für die Zeit ohne Futter.

Hallo Mathias,

stimmt natürlich. Wer nur wenige Monate im Jahr ordentlich füttern kann und die Fische im Winter von ihren Reserven lange "zehren" müssen, der sollte unter Umständen anders füttern. Ist aber Konditionierung mittels Fetteinlagerung tatsächlich ratsam? Und muss das Fett aus Fischöl stammen? Wo steckt eigentlich Wolfgang (WR)???
Komplett verschwunden :roll:

Viele Grüße
Hans
 
Hansemann,

warum nutzt Du nur 6 Monate? Verständlich ist mir ja, das die Koi irgendwann weniger nehmen und auch mit weniger im neuen Jahr anfangen.
Aber, von März bis Oktober futtern mir meine Koi die Haare vom Kopf.
Das sind bei mir 8 gute Monate.

In den Monaten November bis Ende Februar nehmen Sie wenig oder gar nichts. Das ist bei meinem Naturnahen Teich je nach Witterung abhängig.

Mein Teich ist unabgedeckt und nicht beheizt.

Gruß Alois
 
@ Mikrobe,

das mit dem EMS habe ich bis Dato im Koi Teich auch nicht gekannt. Ist mir in diesem Jahr das erste mal an einem Fisch im Teich passiert.

Der Fisch im Teich kam aus einer, ich sage mal "Alte Hasen" Hälterung. Mit anderen Worten kann man es auch so ausdrücken. Der Fisch war total verweichlicht.

Ich glaube nicht , dass es nur am Futter liegt. Denn da spare ich nicht.

Wie kann man das EMS jetzt also erklären?

Hast Du da Antworten?

Gruß Alois
 
Prinzipiell möchte ich hier auch mal erwähnen das es genug Leute gibt, die über den Winter überhaupt nicht füttern. Ich selber habe auch 3 Jahre 3-4 Monate nicht gefüttert, ich hatte nie ausfälle oder Koi die sehr schwach im Frühjahr waren bzw. Krankheiten hatten.

Ich hätte mal gern Berichte gesehen oder gehört wo man die pro und kontra von BA erläutert. Ich bin bis heute noch der Meinung das die Koi mehr davon haben, wenn der Grund dreckig ist (natürlich im Rahmen) als wenn die BA alles weg saugen.

Für mich erscheint das als Europäischer Trend, um möglichst wenig Arbeit zu haben und es optisch schön sauber zu halten. :?
 
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