temperaturen im teich!!

Kaufe dir neue Lehrbücher. ;)
Die Kennzahlen für Nasen, Gründlinge und Karpfen sind nahezu identisch bezüglich Sauerstoffbedarf.
Nein, das stimmt nicht. Wer auch immer behauptet hat, du solltest dir "neue Lehrbücher kaufen", sollte seine eigenen vielleicht noch einmal aufschlagen.

Die Behauptung, die Kennzahlen für den Sauerstoffbedarf von Nasen, Gründlingen und Karpfen seien „nahezu identisch“, ist biologisch schlichtweg falsch. Die ursprüngliche Aussage – dass Karpfen wesentlich robuster sind, was den Sauerstoffbedarf angeht – ist absolut korrekt.

Hier ist die tatsächliche biologische Realität:

1. Karpfen (Cyprinus carpio): Die Überlebenskünstler​

Karpfen sind typische Bewohner der Brachsenregion und von stehenden Gewässern (Teiche, Seen). Diese Gewässer erwärmen sich im Sommer stark, was physikalisch bedingt zu einem drastischen Abfall des gelösten Sauerstoffs führt.

  • Sauerstoffbedarf: Sehr gering. Karpfen sind extrem hypoxietolerant (widerstandsfähig gegen Sauerstoffmangel). Sie können kurzfristig sogar Werte von 1 bis 2 mg/l überleben, indem sie ihren Stoffwechsel anpassen oder an der Wasseroberfläche "Notatmung" betreiben.

2. Nasen (Chondrostoma nasus): Die Strömungsliebhaber​

Nasen sind rheophile (strömungsliebende) Fische. Wie richtig angemerkt wurde, sind sie Leitfische der Barbenregion und kommen auch in der Äschenregion vor. Das sind schnell fließende, kühle und stark sauerstoffgesättigte Fließgewässer.

  • Sauerstoffbedarf: Sehr hoch. Nasen benötigen in der Regel einen Sauerstoffgehalt von > 6 bis 7 mg/l, um dauerhaft gesund zu bleiben. Sinken die Werte in Richtung 4 mg/l, geraten sie in massiven, oft tödlichen Stress. Sie haben nicht die physiologischen Mechanismen eines Karpfens, um mit wenig Sauerstoff umzugehen.

3. Gründlinge (Gobio gobio)​

Gründlinge sind zwar etwas anpassungsfähiger und kommen von der Forellen- bis zur Brachsenregion vor, bevorzugen aber klare, fließende Gewässer mit kiesigem Grund.

  • Sauerstoffbedarf: Mittel bis hoch. Sie sind robuster als Nasen, aber bei Weitem nicht so extrem widerstandsfähig gegen Sauerstoffmangel wie Karpfen.

Warum geht es den Nasen und Gründlingen dann noch gut?​

Der Einwand („ja, laut Lehrbuch müssten die fast schon tot sein“) beruht auf einem klassischen Denkfehler bezüglich künstlicher Gewässer:

In der freien Natur bedeutet eine Wassertemperatur von z. B. 25–27 °C in der Regel gleichzeitig einen akuten Sauerstoffmangel, weil warmes Wasser weniger Sauerstoff binden kann und biologische Abbauprozesse mehr Sauerstoff zehren. Daran würden Fische der Äschenregion sterben.

In einem gut gefilterten Teich (mit starker Umwälzung, Trommelfilter, Wasserfällen oder Belüfterpumpen) wird das Wasser jedoch künstlich mit Sauerstoff gesättigt. Solange der physikalisch maximal mögliche Sauerstoffgehalt durch Technik am oberen Limit gehalten wird, tolerieren auch sauerstoffbedürftige Fische wie Nasen erstaunlich hohe Temperaturen. Sie sterben nicht an der Wärme selbst, sondern sie würden an dem Sauerstoffmangel sterben, der in der Natur unweigerlich mit dieser Wärme einhergeht.

Fazit: Derjenige, der gesagt hat, Karpfen seien robuster, hat recht. Die Kennzahlen sind nicht im Entferntesten identisch. Lass dir da keinen Bären aufbinden
 
28,4 Grad- bisher alle super drauf und kein Karpfen blau zu erkennen :cool: Hi Blow 40 und 60 blubbern, außerdem spült der Bioturm mit 60cm Rieselanteil auch noch was rein
 
erlesen Naja, wenn die Nasen aus der Äschenregion der Flüsse kommen, dann ist es für mich ziemlich logisch, dass die mehr Sauerstoff und kühleres Wasser benötigen,
wenn du auch ein wenig triumphierst, die Nasen gehören auch zu den Karpfenfischen auch wenn sie der Äschenregion zugeordnet werden
sind sehr anpassungsfähig und deine Ausführungen sind noch sehr lückenhaft was die Wohlfühltemperaturen von Nasen betrifft.
Hast du sicherlich auch erlesen, nur eben weggelassen. Nur mal so etwas nebenbei und um der Gerechtigkeit auch mal genüge tun.
Auch wenn es etwas Off Tropic ist, lesen ja doch einige mit und sollten nicht nur bei der 1/2 hängen gelassen werden, oder?

Teich 28,4°. Nächte Woche soll sich aber das Wetter etwas normalisieren.
 
wenn du auch ein wenig triumphierst, die Nasen gehören auch zu den Karpfenfischen auch wenn sie der Äschenregion zugeordnet werden
sind sehr anpassungsfähig und deine Ausführungen sind noch sehr lückenhaft was die Wohlfühltemperaturen von Nasen betrifft.
Hast du sicherlich auch erlesen, nur eben weggelassen. Nur mal so etwas nebenbei und um der Gerechtigkeit auch mal genüge tun.
Auch wenn es etwas Off Tropic ist, lesen ja doch einige mit und sollten nicht nur bei der 1/2 hängen gelassen werden, oder?

Teich 28,4°. Nächte Woche soll sich aber das Wetter etwas normalisieren.
Keine Ahnung, warum du mich falsch zitierst. Warum packst du eine "erlesen" irgendwie da rein? Ich habe gar nichts erlesen. Ich habe auch keine jahrelangen Studien gemacht, um die Blutsauerstoffsättigung von Nasen und Karpfen bei verschiedenen Sauerstoffgehalten des Wassers ins Verhältnis zu setzen. Das einzige, was ich gemacht habe, ist logisch zu denken. Will das Thema jetzt auch nicht wahnsinnig aufblasen. Aber trotzdem noch mal meine Gedankengänge. Ich habe ein paar Jahre an der Isar gewohnt. Da gab es Nasen in der freien Natur, nix Karpfen. Heute wohne ich in der Nähe der Werse. Hier gibt es Karpfen und nix Nasen. Und ich kann dir versichern, dass die Isar weitaus kälter, bewegter und sauerstoffreicher ist als die Werse bei uns. Es ist nur logisch, dass die Nase höhere Ansprüche an Wasserqualität und Sauerstoff hat. Ich habe ja auch nur argumentiert, dass, solange meine Nasen gut stehen, bei den Karpfen sicherlich alles zum besten bestellt ist. Und klar, wenn ein Karpfen dabei ist, dem mal dreiviertel der Kiemen bei irgendeiner Krankheit weggefault sind, dann mag der im Einzelfall wohl früher umkippen als die Nasen.
 

1. Karpfen (Cyprinus carpio): Die Überlebenskünstler​

  • Sauerstoffbedarf: Sehr gering. Karpfen sind extrem hypoxietolerant (widerstandsfähig gegen Sauerstoffmangel). Sie können kurzfristig sogar Werte von 1 bis 2 mg/l überleben, indem sie ihren Stoffwechsel anpassen oder an der Wasseroberfläche "Notatmung" betreiben.
Trifft das auch für Koi zu? Warum schwimmen dann gerne mal am frühen morgen Koi auf dem Rücken, selbst an kühlen Tagen?

2. Nasen (Chondrostoma nasus): Die Strömungsliebhaber​

  • Sauerstoffbedarf: Sehr hoch. Nasen benötigen in der Regel einen Sauerstoffgehalt von > 6 bis 7 mg/l, um dauerhaft gesund zu bleiben. Sinken die Werte in Richtung 4 mg/l, geraten sie in massiven, oft tödlichen Stress.
Und ich dachte bisher dieser Grenzwert ist auch für Koi relevant. Aber in einem Punkt hast du sicher recht, Nasen sind von den drei Arten am empfindlichsten.

3. Gründlinge (Gobio gobio)​

Gründlinge sind zwar etwas anpassungsfähiger und kommen von der Forellen- bis zur Brachsenregion vor, bevorzugen aber klare, fließende Gewässer mit kiesigem Grund.
  • Sauerstoffbedarf: Mittel bis hoch. Sie sind robuster als Nasen, aber bei Weitem nicht so extrem widerstandsfähig gegen Sauerstoffmangel wie Karpfen.
Gründlinge sind extrem anpassungsfähig. Ob bei Wasser mit Schwermetallen versetzt, oder niedriger Sauerstoffgehalt und hohe Ammoniakwerte (eine gefährliche Kombination für Fische), immer waren sie bei diesen Versuchen die Überlebenskünstler im Vergleich zu den anderen Fischarten.
 
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