Füttern nach dem Frost ?

ludger schrieb:
......in den Zuchtanstalten bekommen sie auch Futter wann immer sie wollen.......

Das sollte wohl heissen:
.....in den Zuchtanstalten bekommen sie Futter wenn der PC sagt das es jetzt Zeit ist die vorher genau berechnete Menge Futter zu füttern......
alles andere ist Kappes oder Schnee von gestern. Kein Züchter füttert mehr "a Gogo", dafür ist das Futter zu teuer oder die maximal erreichbare Marge beim Verkauf der Fische viel zu niedrig.

Gruss aus den Alpen,
Mathias
 
Echt? kannte nur die Pendler.
Aber bei uns spielt die Lukrativität keine Rolle und unser Futter ist eh meist teurer ;) Sollte denn wirklich die seltene Gabe von Futter besser sein? Ich kann mir das grad echt nicht vorstellen. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
 
Ist echt so, besuche solche Farmen regelmässig durch meinen Job....aber das sind auch riesen Farmen für Lachse, Heilbutt, Meerwolf oder Doraden ;-) Hat also eher nichts mit unserem Hobby zu tun.

Ich bin auch eher der Meinung das öfters Füttern besser ist, uns so mache ich es auch. Wenn sie interessiert sind, gut stehen und die Temperatur stimmt gibts immer wenn ich am Teich oder an der IH bin Futter ;-)

Gruss aus den Alpen,
Mathias
 
GM-Koi schrieb:
Koi fressen in der Natur ja auch nicht nur 1-2x am Tag, sondern suchen ständig nach Futter.

Somit ist mehrfaches füttern mit geringer Menge empfehlenswert und dem natürlichen Fressverhalten der Koi angepasster als nur 1-2x am Tag.

Auf den meißten Futtermitteln steht ebenfalls, das man öfters füttern soll, dabei aber die Gesamtfuttermenge aufteilen soll.

Das sind aber 2 verschiedene Schuhe , mein ich . Karpfen / Koi ( wahrscheinlich jeder Fisch ) suchen den ganzen Tag nach Futter ( ihre Natur oder Langeweile wenn der Besitzer nicht füttert , wer weiss :lol: ) Heisst aber nicht , dass der Karpfen / Fisch den ganzen Tag frisst , nur weil er gründelt . Kann man aber herausfinden , indem man 5kg Störfutter in den Teich kippt und mal nachschaut , wie lange der Koi gründelt . Täte dieser " Studie " mal gut , mein ich ......

Freiwillige ??? :lol:
 
Ich würde für so einen Versuch nicht den Filter ausstellen, also Fehlanzeige ;)
AUsserdem bekommen meine 15 Koi mal grad 1-1,5 Kg am Tag (ab 21 Grad) Da wäre 5 Kg ein wenig übertrieben :)
 
Jetzt - wo ich meine Antwort lese - nicht , dass du so dä....ch wärst , sondern weil du die technichen Vorraussetzungen hättest :twisted: :twisted: :twisted:
Filter sei dahin gestellt , geht hier ja darum - wie lange Koi gründeln oder fressen ....
 
Hi,

ganz abgesehen davon, dass die Kiemen der Koi diese Roßkur nicht ohne Maläste verkraften, du mit Sicherheit zwei bis 3h nach dieser "Aktion" einen ungesunden Ammo-Peak haben wirst und wie schon gesagt wurde, die Koi das Futter abräumen werden, egal ob 5 oder 10kg da rum liegen.

Totaler Quatsch das Ganze.
 
aixkoi schrieb:
Hi,

ganz abgesehen davon, dass die Kiemen der Koi diese Roßkur nicht ohne Maläste verkraften, du mit Sicherheit zwei bis 3h nach dieser "Aktion" einen ungesunden Ammo-Peak haben wirst und wie schon gesagt wurde, die Koi das Futter abräumen werden, egal ob 5 oder 10kg da rum liegen.

Totaler Quatsch das Ganze.

Jepp :thumright:
 
Hallo Ludger,
ludger schrieb:
Den 1-2 Std Rhytmus setze ich erst ab 21 Grad ein. 16-20 Gtad 5 x / Tag. Das gute Wachstum meiner Koi spricht zumindest nicht dagegen.
warum sollte ein Überangebot an Futter nicht zu gutem Wachstum führen?
ludger schrieb:
Sollte denn wirklich die seltene Gabe von Futter besser sein? Ich kann mir das grad echt nicht vorstellen.
Bis vor einiger Zeit habe auch ich die Meinung vertreten, häufigeres Füttern erhöht die Effektivität des Futters für die Koi. Diese Ansicht ist wohl nicht richtig. Koi haben bekanntlich keinen Magen, der in anderen Tieren als „Vorratsspeicher“ (neben dem eigentlichen Zweck der Verdauung) dient. Selbst unter optimalen Bedingungen braucht ein Koi 4-6 Stunden bis er das Futter nahezu vollständig verwertet hat. Daher ist es auch nicht überraschend, dass bei Fütterungsversuchen von Karpfen eine Futterfrequenz von 4 mal am Tag sich als optimal erwiesen hat um das Futter besonders effizient zu verwerten. Die Frequenzen 1-2 mal und 6-7 mal zeigten schlechtere Ergebnisse. Besonders ungünstig bezüglich der Futterverwertung erwiesen sich die Selbst-Feeder.
Zur Erklärung dieser Ergebnisse wurde auf die Tatsache verwiesen, dass der Karpfen/Koi bei Futteraufnahme, vereinfacht ausgedrückt, erst mal Platz für das neue Futter in seinem Verdauungstrakt schafft. Das neue Futter regt die Peristaltik des Verdauungstraktes an. Er scheidet vorher gefressenes Futter teilweise aus, egal ob es schon vollständig verdaut ist, oder die verwertbaren Bestandteile in der aufgeschlossenen Futtermasse absorbiert wurden. Daher geht ein Teil des Futters ungenutzt durch den Koi und belastet die Biologie des Teiches. Ein höherer Fettgehalt verstärkt diesen Trend, wobei hier noch weitere Effekte hinzukommen. Durch hohe Fettgehalte und hohe Futterfrequenz wird die Absorbtion von Phosphat gestört, es entsteht ein Defizit an Phosphor im Koi. Außerdem wird die Verdaulichkeit der Proteine reduziert. Keine Rolle spielte die Fütterungszeit, egal ob am Tage oder in der Nacht, die Verwertung des Futters zeigte keinen signifikanten Unterschied.
Häufiges Füttern, besonders von Futter mit sehr hohem Protein und Fettgehalt, belastet den Geldbeutel, die Koi und die Teichbiologie. Die Effizienz des Futters kann, je nach vorhandenen Parametern, gut 15-20% reduziert sein. Um die gleiche Größenordnung erhöht sich die biologische Belastung des Systems.
Interessanterweise führten vergleichbare Versuche mit Regenbogenforellen zu einem etwas anderen Resultat. Hier waren unterschiedliche Futterfrequenzen nicht so entscheidend bei der Futterverwertung.
Gerne wird bei diesem Thema das natürliche Fressverhalten der Karpfen/Koi angeführt. Dies ist aus meiner Sicht nicht so ohne weiteres zulässig. Die Parameter der Naturhaltung und Teichhaltung sind nicht miteinander vergleichbar. In der Natur frisst der Karpfen solange er was findet (man weiß ja nie wie lange es was gibt), er muss dafür nicht bezahlen und wenn er den Standort durch sein Fressverhalten „vergiftet“ hat, wechselt er ihn und schwimmt weiter. All dies trifft für den Koiteich wohl kaum zu.
ludger schrieb:
Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Ich belehre nicht. Ich gebe Informationen. Was der Einzelne damit anfängt ist seine Sache.

Es gibt viele Mythen in der Koihaltung und speziell beim Futter (z.B. die ach so bösen Kohlenhydrate). Dass das stetige Füttern per Automat (10-15 mal) besser sein soll als das "zugeteilte" (4 mal) Futter gehört inzwischen aus meiner Sicht auch zu diesen Mythen.
 
@Mikrobe

Du schreibst, das die Koi das noch unverdaute Futter vorzeitig wieder ausscheiden um Platz für neues zu machen.

Wenn ich 1 - 1,5 Prozent Futter am Tag zu verfüttern habe, kann ich mir dennoch nicht vorstellen, das es besser sein soll, wenn ich diese Menge in 1-2 mal verfüttere.

Die Futtermenge bleibt schließlich gleich, ob ich nun 1-2 mal oder 5-6 mal über den Tag verteilt füttere.

Bei unkontrollierter Futtermenge, würde ich den von Dir beschriebenen Effekt auch so sehen.
 
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