Ozoneinbringung zur Nitritoxydation

Restozon, freie Radikale oder sonstwas in den Teich gelangen.

das ist sicher der springende punkt.

die literatur schreibt aber auch das der fisch die dosierung limitiert.

also so endlos befeuern nach gut dünken ist einfach nicht angebracht.

wir haben mischer in einer rohrleitung mit hohem flow. die kontaktzeit ist also stets gering. in der industrie gibt es weitaus längere kontaktzeiten, mit nachgeschalteten ausgasungen und restozon vernichter (katalytisch oder mit kohle) das haben wir nicht, wir verlassen uns auf das aussehen des wassers und auf unsere nase.

jeder so wie er meint, ob es sinnvoll ist sei dahingestellt.

auf jedenfall klappt eine lowdose auf dauer in jedem teich. beim einen sieht man ergebnisse schneller, beim anderen halt wesentlich später, je nach teich, filter management, wasserbeschaffenheit.

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hansemann schrieb:
und diese konzentration ist ausschlaggebend für die oxidation.

Und diese hohe Konzentration ist für die Fische piep schnurz egal, solange genügend Stoffe zum reagieren vorhanden sind und kein Restozon, freie Radikale oder sonstwas in den Teich gelangen.

Ich vermute, Roland zielt drauf ab :wink:

Viele Grüße
Hans

Hallo Hans!

Nicht nur darauf!

Ich hab mir jetzt nochmals das Leistungsdiagramm von Sander hergeholt. Vorhin hab ich das wahrscheinlich wieder mal nicht eindeutig genug beschrieben, sodass rüberkommt was ich meine.

Also nochmals zur Leistungskurve Sander C500 mit O² Betrieb:
Wenn ich oben genannten Sander mit 100l/h O² befeuere bekomme ich eine Konzentration von knapp 8g/m³ Sauerstoff. Also produziert der Sander mit nur 100l/h O² ca. 800mg Ozon in einer Stunde!

Das gleiche Gerät jetzt mit 500l/h O² befeuert - sinkt die Konzentration auf nur mehr ca. 2g/m³. Laut Diagramm erzeuge ich dadruch ca. 950mg Ozon in einer Stunde. (Rein rechnerisch müssten es 1000mg/h sein)

Daraus resultiert für mich, dass die Konzentration vom erzeugtem Ozon eigentlich schnurz egal sein müsste! Ob ich meinen kleinen Chinaozongenerator jetzt z.B. mit 60l/h O² und einer Konzentration von ca.16mg/l laufen lasse, oder ob ich gleichen Ozongenerator mit 200l/h normaler getrockneter Luft betreibe und dabei eine Konzentration von nur 5mg/l erreiche -> in Summe bringe ich in beiden Fällen 1000mg Ozon ins System ein!

Worauf will ich hinaus?

Nun, es kam der Einwand - dass eine hohe Ozonkonzentration gefährlich für die Koi ist! Mir fehlt da einfach der Zusammenhang.
Soweit ich weiß, gibt es einige Stoffe bzw. auch einige Krankheitserreger die erst ab einer gewissen Konzentration und Einwirkzeit eliminiert werden können. Aber inwieweit diese Ozonkonzentration jetzt für die Koi gefährlich ist, wenn ich vermeide das Restozon in den Teich kommt, bleibt mir unerklärlich!

lg
Roland
 
Jo, der thread war sehr interessant :D

Ich überlege mir das mit dem Intervallbetrieb :lol:

Ein mobiles Redoxmessgerät ab und an an den Auslauf der Ozonstrecke halten um Restozon "aufzuspüren", das fand ich auch interessant. Solche Geräte kosten um die 100,-. Euro.
Auch kann man so ab und an mal seinen Redoxwert checken.

Viele Grüße
Hans
 
Konzentration von knapp 8g/m³ Sauerstoff.

8g/m³ ozon ist die einheit womit in der industrie gerechnet wird. die erzeugte menge ist denen piepegal.

das diese 8g/m³ sicherlich um ein vielfaches an oxidationskraft hat als die anderen 2g/m³

und das bei 8g/m³ die gefahr von restozon höher ist als bei 2g/ m³

ist doch klar oder nicht?

die erzeugte menge ist doch piepegal, lässt sich aber einfacher spezifizieren.

ihr könnt euch drehen wie ihr wollt, das mit der konzentration ist und bleibt der faktor.

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Hallo holger!

Du checkst scheinbar das von dir erwähnte Diagramm von Sander selbst nicht - SORRY!

Die 8g sind auf einen m³ Sauerstoff bezogen - also wenn du mit 100Liter O² pro Stunde arbeitest, erzeugst du nur 0,1m³ und somit hast du auch nur 0,8g Ozon pro Stunder erzeugt! Was ist daran bitte so schwierig! Schau dir das Diagramm nochmals in Ruhe an, und sag mir bitte ob ich mich getäuscht habe :wink:

Und wenn der C500 in der Industrie eingesetzt wird - wie du sagst - dann kostet mich das ein mildes lächeln!

lg
Roland
 
holger_o schrieb:
C500 in der Industrie eingesetzt wird - wie du sagst

wo hab ich denn das gesagt?

:shock:

das ist ein hobbygerät :lol:

Und dieses Hobbygerät produziert eine Konzentration von 8g/m³! Nachzulesen im Diagramm! :wink:

Mehr hab ich auch nicht gesagt. Gleiches Gerät kann aber auch eine Konzentration von 2g/m³ produzieren, aber eben bei mehr O² Flow. Daraus folgt aber wieder ein höherer Ozonausstoß. Und wenn du die Kurve mit der Ozonmenge/h vergleichst, wirst du schnell feststellen dass es bezogen auf eine Stunde nicht sehr viel Unterschied macht, mit welcher Konzentration ich arbeite!

Vielleicht kannst du ja auch von mir mal was lernen :wink:
 
öööhhhm

was glaubst du weshalb in der industrie ausschließlich mit o2 gearbeitet wird und nicht mit luft?

weil die konzentration wesentlich höher ist und somit auch die oxidationskraft?

oder weil nur weniger stickoxide etc. eingetragen wird ( ok ist auch ein grund) und es einfach chicker und teurer ist?

für die industrie ist eine sauerstoffanlage wirtschaftlicher aufgrund der höheren und kräftigeren o3 konzentration.

ich habe das nur so gelernt, dass sauerstoff aufgrund der höheren konzentration und oxidationskraft zwingend notwendig ist.

wir haben 60 gramm anlagen mit sauerstoff für die zellstoffbleiche verwendet und um die lake zu entgiften.....

wir hätten auch einen 100g mit trockner und kompressor nehmen können, jedoch eine wesentlich geringere bleichkraft erhalten. das hat sich zeitmäßig negativ ausgelegt sowie auch die restfarben aus der lake nicht zu 100 % eliminiert und wäre somit teurer gewesen.....

wie gesagt wir reden aneinander vorbei. mir ist die erzeugte menge schnuppe.

bsp. wenn ich meinen generator jetzt anwerfe und mit luft betreibe sodass ich auf 400 mg ausstoß komme, dann habe ich kein messbares restozon.

nehme ich jetzt o2 und regel den generator runter sodass ich ebenfalls auf 400 mg ausstoß komme, dann messe ich vor allem jetzt nicht wenig an restozon.....

das kann ja nach deiner rechnung nicht sein, denn es ist beidesmal 400 mg erzeugte gesamtmenge.

alles schon versucht hier mit messungen (photometer) und redoxmeskette.

die messkette bspw. reagierte bei o2 sehr schnell und schoß geradezu ab. bei luft ging sie zwar hoch aber wesentlich träger und blieb um 300 punkte unter dem wert bei o2.

es ist ja aber müßig.

ist die anlage RICHTIG installiert mit der möglichkeit restozon auszuschließen, dann muss jeder selber wissen ob er o2 nimmt oder luft.

bei meiner bauweise geht nur luft, ansonsten müss eine aufwendige restozon entfernung vorgenommen werden. hat aber den vorteil der einfachen bauweise, nur eine pumpe und eine leitung, bei nur 39 watt stromverbrauch vom sander - sonst nichts.

das ergebnis ist auf dauer sicher nicht schlechter, aber dafür idiotensicher

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mir ist die erzeugte menge schnuppe.

Also diesen Satz muss ich mir erst einmal auf der Zunge zergehen lassen - und dass von dir :idea:

das kann ja nach deiner rechnung nicht sein, denn es ist beidesmal 400 mg erzeugte gesamtmenge.
Was soll ich dazu sagen - es ist schön für dich, wenn du das an deinem Teich messen/testen konntest. Da ich aber das was du hier schreibst weder belegen noch widerlegen kann - bleibe ich lieber beim Diagramm von Sander!

Und dieses Diagramm besagt nun mal, dass man mit 500Liter O² eine Konzentration von 2g/m³ bekommt - also ~950mg/h Ozon. Nehme ich nur 100Liter O² habe ich eine Konzentration von 8g/m³ - also ~800mg/h Ozon.

Du kannst es hier drehen und wenden wie du möchtest - ich habe den Verdacht du willst nur nicht eingestehen dass ich Recht habe.

Ob jetzt das was Sander im Labor testet dann am Teich auch so ist, steht ja auf einem anderen Blatt. Und eine Messkette mit Luft und O² Betrieb zu vergleichen - naja, Äpfel und Birnen lassen grüßen. Dass mit O² Betrieb ein vielfaches an Oxidationskraft vorhanden ist, ist wohl klar.

Ich könnte dir jetzt schreiben, warum ich mit O² arbeite, aber das gehört eigentlich jetzt nicht hier her! Ach ja nochwas, ich arbeite in der Zellstoff- und Papierindustrie :wink:

Vielleicht findet ja mikrobe noch einmal Zeit, um zu meiner Überlegung bezüglich Konzentration ein paar Zeilen zu schreiben!

lg
Roland
 
Und dieses Diagramm besagt nun mal, dass man mit 500Liter O² eine Konzentration von 2g/m³ bekommt - also ~950mg/h Ozon. Nehme ich nur 100Liter O² habe ich eine Konzentration von 8g/m³ - also ~800mg/h Ozon.

jooo was willst du mir damit sagen?

hatte ich doch gesagt vie o2 - weniger konzentration

wenig o2 mehr konzentration....

mir geht es aber um die konzentration bei dem diagramm mit o2 im gegensatz zur luft

das zeigt dir doch das die konzentration bei o2 um längen höher ist als bei luft.

und auch da gilt wieder

weniger luft höhere konzentration, mehr luft geringere konzentration

also wo ist nun die oxidationskraft höher?

natürlich beim sauerstoff - oder nicht?

wo hätte man dann eher restozon und mehr radikale?

natürlich beim sauerstoff....

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Ach ja nochwas, ich arbeite in der Zellstoff- und Papierindustrie

ja und? ich seit über 25 jahren.... 8)

Dass mit O² Betrieb ein vielfaches an Oxidationskraft vorhanden ist, ist wohl klar.

ich befürchte du weißt scheinbar selber nicht worüber du schreibst, denn das ist doch genau das was ich sage, eben weil die konzentration da höher ist als mit luft und da ist es wurst mit wievie o2 du arbeitest - sie ist imemr um länger höher
 
@ mikro

die engländer sind heute noch in der regel gegen ozon..

ebenfalls hängen die um längen filtertechnisch dem europ. festland hinterher....dort ist immer noch in der regel old shool angesagt.

bis vor 5 - 6 jahren hast du dort fast keinen händler getroffen der ozon im angebot hatte . es gab 2 händler die damals die estrad boliden im angebot hatten. die waren aber noch teurer dort als bei uns und somit für die uninteressant.

erst jetzt werden die engländer so richtig warm mit filtern wie helix und trommelfiltern und auch wird jetzt das thema ozon dort nicht mehr gänzlich abgelehnt.

es gibt mittlerweile sogar einen richtig guten generator von 2 gramm leistung aus england. der ist qualitativ wirklich gut, aber teuer.

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Hallo Holger,
holger_o schrieb:
wo hätte man dann eher restozon und mehr radikale?
die entstehenden, und in der Abwasserbehandlung erwünschten, OH-Radikale sind unter den Bedingungen der Ozonisierung von Teichwasser zwar auch sehr oxidativ, aber auch extrem unbeständig bzw. kurzlebig. Sie stellen aus meiner Sicht daher kein Problem für die Teichbewohner dar.
 
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