Jetzt mal an alle Befürworter,
euer größter Fehler ist das Festhalten an irgendwelchen Konzentrationen, denn das stellt immer nur eine Momentaufnahme dar und hat keinerlei zeitlichen Bezug.
Die LC50/96 für Karpfen kann man lt. Untersuchungen irgendwo bei 6,5mg/l Zn ansetzen. Lars hat bei seinen Ausführungen damals eventuell einen kleinen Fehler eingebaut, da er anscheinend die Molare Masse von ZnO für das Umrechnen benutzt hat und nicht die von Zn. Allerdings kann ich die zitierte Schrift nicht mehr aufrufen um nachzuschauen ob die Karpfenrelevanten Werte sich auf Zn oder ZnO bezogen haben. Es ist jedoch davon auszugehen das man alle Angaben auf Zn bezogen hat.
Dieser Grenzwert sagt nun aus, dass statistisch betrachtet 50% der Karpfen nach 96h in einem Wasser mit 6,5mg/l Zn-Konzentration sterben werden. Der O2-Gehalt ist hierbei eine Variable, so dass ich bei dieser Angabe weder von Idealverhältnissen noch vom schlechtesten Fall ausgehe. Soweit, so gut. Gemäß bisheriger Feststellungen gibt man seinem Teich bei Verwendung dieses Mittelchen etwa 2mg/l Zink hinzu. Also gerade einmal 30% der LC50. Eigentlich eine tolle Sache, denn man kann sich nun ja sicher sein, dass nach 96h immer noch 100% der Fische leben werden. Zumindest wenn man seinen Teichinhalt gut kennt. Generell kann man bei dieser Dosierung versehentlich auch recht schnell daneben greifen und schon nähert man sich der LC50 mit großen Schritten. Die Dosierungsbandbreite in Sachen Überdosierung ist recht schmal ausgelegt und somit ein potentielles Risiko. Das gibt Punktabzug.
Ich spreche nun bewusst von Zink und nicht Zinkoxid, denn Zink liegt im Wasser in vielen verschiedenen Verbindungen vor, wenn es erst mal eingebracht wurde. Die maximal Löslichkeit von Zinkoxid ist hierbei ohne jede Bedeutung. Etliche chemische und biochemische Vorgänge im Wasser, u.a. auch von Mikroorganismen, sorgen dafür, dass ZnO nicht ZnO bleibt. Daher ist sinnvoller von einer Gesamtbelastung mit Zink auszugehen, da niemand den Anteil von z.B. Zinkchlorid, Zinkoxid etc. untersucht. Es wird schließlich auch immer nur über Nitrit und Co. geschrieben und nicht über die unzähligen Verbindungen, die z.B. so ein Nitritmolekül eingehen kann.
Das mit dem Zn-Anteil im Futter ist auch so ein Ding. Viele Fischarten sind dazu in der Lage verdammt große Mengen an Zn und anderen Elementen zu akkumulieren ohne dabei ernsthaft zu erkranken oder Auffälligkeiten zu zeigen. Uns macht das u.U. viel größere Probleme wenn wir zu viele dieser Fische regelmäßig essen. Der entscheidende Punkt dabei ist aber, dass diese Fische das Zn ausschließlich über ihre Nahrungskette aufnehmen und nicht direkt aus dem Wasser ihres Habitates. Wäre der Zn-Gehalt der Weltmeere ähnlich hoch wie manche das für ihren Teich tolerieren, hätte a) die Industrie keine Probleme mit der Zinkgewinnung und b) wir schon lange keine Pizza di Mare mehr auf dem Tisch. Es macht also einen ganz dicken Unterschied wie der Fisch zu seiner Zn-Dosis kommt. Über das Futter kann man es steuern, über das Wasser nicht wirklich, denn man kann ihm ja nicht verbieten die im Wasser gelösten Stoffe z.B. über die Kiemen aufzunehmen. Letzteres passiert dann auch noch permanent, quasi 24/7, und nicht nur während der Fütterungsphase. Wirklich dumm dabei ist, dass die Zn-Kationen quasi intravenös in den Fisch gelangen und nicht erst die Darmschranke überwinden müssen, denn der Fisch atmet auch leider nicht durch den Darm. So kann sich das Zn gleich ganz anders im Fischkörper austoben als es üblicherweise bei oraler Aufnahme und in Zellen eingelagert je könnte. Genau deshalb hat man Zn und auch andere Metalle als stark fischgiftig eingestuft, wenn sie in das Habitat der Fische gelangen. Mit der normalen und essentiellen Aufnahme von Zn über die Nahrung hat das überhaupt nichts zu tun. Das ist allenfalls ein extrem dummes Beispiel um etwas zu erklären was man selbst nicht im Ansatz verstanden hat.
Wie erklärt man daher den Umstand, einen Stoff, der bereits in sehr geringen Dosen extrem toxisch auf unsere Fische wirkt, bei vollem Bewusstsein in den Teich zu schütten? Wie bescheuert kann man dann noch sein, dies auch dann noch zu tun, wenn man es eigentlich längst begriffen hat? Hierbei kommt mir zwangsläufig Einstein in den Sinn: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
MfG...Jürgen
Gorden schrieb:Hallo , also bei mir wachsen wieder die fadenalgen an der folie und ich bin echt froh ......
Nach der anwendung hatte ich echt angst bekommen weil alles blitzeblank war , folie , pumpe , steine ...einfach alles wie neu .
Ich habe für mich entschlossen das zeug nicht mehr zu nehmen und lieber von hand die algen abzuziehen . . Ich hatte jetzt monate lang nichts mehr zu tun , und die fische auch nicht . Sonst hatten sie immer spass dran gehabt an der folie zu zuppeln wo die algen waren , aber wo nichts war kan man auch nicht zuppeln .....
Und ich finde jetzt wo wieder ein paar algen wachsen sind die Kois echt besser drauf als vorher .
arminio schrieb:Ahoi,
bei einem Wassertest wird nur das gerade in Wasser gelöste Zink angezeigt, das, was im Filter , im Substrat oder in den BAs sowie am Boden liegt, wird nicht erfasst. :idea:
Gruß Armin
Über das Futter kann man es steuern, über das Wasser nicht wirklich, denn man kann ihm ja nicht verbieten die im Wasser gelösten Stoffe z.B. über die Kiemen aufzunehmen.
Zink ist in wässrigen Lösungen, mit den PH Werten 7 – 8,7
nahezu unlöslich.


Ich spreche nun bewusst von Zink und nicht Zinkoxid, denn Zink liegt im Wasser in vielen verschiedenen Verbindungen vor, wenn es erst mal eingebracht wurde. Die maximal Löslichkeit von Zinkoxid ist hierbei ohne jede Bedeutung. Etliche chemische und biochemische Vorgänge im Wasser, u.a. auch von Mikroorganismen, sorgen dafür, dass ZnO nicht ZnO bleibt.
Gorden schrieb:Hallo Ronny , ob ich jetzt viel mehr wasserwechsel gemacht habe als vorher , ich denke mal ja .
Da ich ja momentan auch nur einen 13.000l teich habe .
Erst war ich ja echt total begeistert als ich das zeug angewendet habe , inerhalb von 2 wochen alles blitzeblang und keine fadenalgen mehr .
Nach 3 wochen hatte ich aber echt angst um meine Kois da sie nicht mehr so lebhaft waren und auch irgendwie scheuer als vorher . Irgendwie dachte ich das meine ganze Biologie im arsch ist .
Meine Wasserpflanzen haben davon nichts abbekommen die wuchern immer noch wie sau .
Als ich dan doch zum entschluß kam das das alles nicht so toll ist was ich da gemacht habe habe ich folgendes gemacht .....
25 % wasserwechsel auf einmal .
Da ich mit 2 Cheopsfilter arbeite und die säuberung ein Kinderspiel ist habe ich 2 mal in der Woche die Filter gespüllt und somit auch wider pro woche 1200 L wasser abgelassen und immer wider frisch wasser zugeführt.
Jetzt wo die algen wider wachsen und die kois das verhalten wie früher haben bin ich echt froh . Das einzigste was ich jetzt seit ein paar tage habe ist eine schaumbildung auf den teich aber ich denke mal das hat damit zu tun das die algen wachsen und ich wider einen schönen teppich an der folie habe . Ich mache morgen mal ein wasser test , habe aber nur das köfferchen von serra da .
bernikoi schrieb:....
Das kann doch nicht so schwerr zu verstehen sein, oder.
Es sei denn man hat schon mehrere Jahre den Selbsttest gemacht und hat nicht mehr ausreichend Gehirnzellen um komplexe Zusammenhänge zu begreifen...
Es kann mir auch niemand erzählen, das man mit einer Anwendung pro Jahr die Algen ins Nirwana schicken kann. Also 3 - 4 Anwendungen pro Jahr mindestens um Algenfrei zu bleiben



