In meiner Definition bedeutet das aber, dass diese Teichbesitzer Glück hatten, wenn sie mit zugefrorenen Teich keine Verluste hatten. Denn die anderen mit Problemen haben es ja die Jahre vorher ebenso ohne Verluste gemacht.
Ich bin der Meinung, dass diese Schlussfolgerung in ihrer Absolutheit nicht zutreffend ist.
Wenn man alles auf „früher einfach Glück gehabt“ schiebt, versperrt man damit auch den Blick auf mögliche Ursachen des Desasters.
Allein, dass ein Teich zufriert, ist keine Erklärung für das Sterben der Fische.
Gesunde, gut konditionierte Koi in einem entsprechend tiefen Teich mit ausreichend Sauerstoff können das in der Regel gut verkraften.
Also statt „früher einfach Glück gehabt“ sollte man sich da bei Fischsterben im Winter nicht besser mit Fragen beschäftigen wie zum Beispiel:
“In welchem Zustand sind die betroffenen Koi in den Winter gegangen? Wie waren die Bedingungen im Teich und im Umfeld? So ist z.B. allein die Art des Eisdecke (Weißeis oder Grau- bzw. Schwarzeis) von entscheidender Bedeutung. Welche Temperaturen herrschten in welchen Wasserschichten? Wie sahen die übrigen Wasserwerte aus? Welche Ursachen kommen hierfür in Betracht? Was hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verändert? Wann, wie und wo sind die Fische verendet? etc.
Kurz - eine differenziertere Betrachtung ist auch bzw. gerade im Winter zielführend.
So können auch entsprechende, vorbeugende Maßnahmen für den nächsten Winter 2026/2027 getroffen werden.
Ansonsten werden wir sehr wahrscheinlich wieder Threads lesen wie
“Massensterben nach einer Woche Frost“
Das ist übrigens kein Titel eines Trööts aus diesem Winter, sondern aus dem Winter 2022/2023.